Sylt-Seminar

 Moin ihr Lieben,

es ist schon ein paar Wochen her, aber natürlich noch ganz frisch in unseren Gedanken: Unser Abschlussseminar auf Sylt.

Schon das ganze Jahr haben Henrik und ich uns auf diese Woche gefreut und wie so oft, konnten wir es dann doch nicht ganz glauben, als unser allerletztes Seminar dann endlich begonnen hat. Wie bei unserem Einführungsseminar im August, waren wir diesmal mit allen Freiwilligen unseres Trägers zusammen – insgesamt um die 120 Menschen. Puhh, das kann echt überfordernd sein. Aber zum Glück nicht so sehr, wie im August. Denn jetzt kannte man schon viel mehr Gesichter, sei es durch Sprechi-Arbeit, Segelseminare oder Freunde von Freunden. Was für ein schönes Gefühl das war! Vor allem, weil das Seminar dadurch nicht nur zu einem ABSCHIEDS-Seminar, sondern auch einem großen WIEDERSEHENS-Seminar geworden ist.

Henrik und ich haben uns letztens über unsere Lieblingsmomente auf dem Seminar unterhalten. Ich fasse sie mal für euch zusammen:

Für mich war es ganz besonders, Menschen wiederzusehen, die ich nur ein paar mal in meinem FÖJ gesehen habe und dann zu merken, dass wir trotzdem gemeinsame Pläne für die Zeit nach dem FÖJ schmieden wollen. Und natürlich war es wundervoll, tiefe Freundschaften noch weiter zu vertiefen. Genauso hat es mich aber auch gefreut, komplett neue Menschen und halb-neue Menschen kennenzulernen. Henrik war dabei ganz begeistert, als ihm ein gemeinsamer eher neuer Freund, seine Zukunft vorgelesen hat.

Neben Nachtgesprächen und Wahrsagungen, sollten auf jeden Fall auch unsere abendlichen Spaziergänge zum Strand erwähnt werden. Es hat so gut getan, die letzten Sonnenstrahlen noch einfangen zu können, bevor die Sterne zu funkeln begonnen haben. Ein bestimmter Spaziergang ist Henrik und mir besonders im Kopf geblieben. Mit einigen Freunden haben wir am Rande der Dünen Gesellschaftstänze getanzt und dabei sehr viel Lachen können.

Tagsüber haben uns die vielen Exkursionen sehr gefallen. Wir waren am ersten Tag im Watt. Für mich war es das erste Mal und ich fand es sehr spannend. Henrik war außerdem bei einer Vogelexkursion dabei, von der er mir sehr begeistert erzählt hat.

Woran Henrik und ich auch gerne zurückdenken, ist die Verabschiedung. Wir haben mit so vielen Menschen Umarmungen und Worte getauscht. Einige sehen wir im Juli noch wieder, hier und da auf verschiedenen Abschiedstreffen. Mit einigen werden wir erstmal nur noch Erzählungen teilen, bis wir sie wiedersehen. Und auch wenn Verabschiedungen etwas trauriges sind, ist die Vorfreude auf das Wiedersehen und das Wissen, dass einige Menschen einfach bleiben, etwas wunderschönes.

Wunderschön war es übrigens auch, nach dem Seminar die Komplimente zu lesen, die andere für uns geschrieben haben. Manchmal tun Worte einfach gut!

Tja und jetzt sind alle Seminare vorbei. Henrik und ich verbringen unsere letzten Tage in der Stiftung, beenden letzte Aufgaben und fühlen und melancholisch-hoffnungsvoll, weil so viel aufhört und so viel anfängt. Auf dem Seminar wurde ein ganz wichtiger Satz ausgesprochen, der zumindest mir immer wieder durch meinen Kopf schwirrt und mir ein Lächeln auf die Lippen zeichnet: Einmal FÖJti – Immer FÖJti.

Hach, das klingt so nach Ende. Aber nein, einen Monat haben wir noch vor uns und natürlich erzählen wir euch noch von den Stiftungs-Abenteuern im Juli. Bis dann!

 

Mein Öki-Glück

Moin ihr Lieben,

ich möchte euch von meinem wunderbaren Öki-Glück erzählen. Das fast-unaussprechbare Wort steht für einen FÖJ-Austausch, an dem alle FÖJis während ihres Freiwilligen Jahres teilnehmen können. Da eine Freundin aus Hessen auch ein FÖJ macht und wir zusätzlich unsere Stellen gegenseitig spannend finden, war klar: Das machen wir zusammen.

Also habe ich die Stiftung für eine Woche verlassen und stattdessen mit Mareen im Gewächshaus für tropische Nutzpflanzen gearbeitet. Das Gewächshaus der Universität Kassel befindet sich auf dem Campus der Fachschaft für Ökologische Landwirtschaft in Witzenhausen, einer malerischen Kleinstand zwischen Kassel und Göttingen.

Anders als die meisten Schauhäuser in botanischen Gärten ist das Tropengewächshaus in dem Mareen arbeitet auf nutzbare Pflanzen der (Sub)Tropen spezialisiert. Jede einzelne Pflanze, die sich dort befindet, kann von Menschen genutzt werden. Sei es für Nahrung, Fasern oder Färbemittel. Viele Pflanzen, die wir in unserem Alltag nutzen, habe ich zuvor noch nicht in echt gesehen, zum Beispiel Tee-Sträuche, Kaffee-Bäume, Vanille oder Kardamon. Mareen und ihre Kolleg*innen konnten mir sehr viel über die Pflanzen erzählen. Ich habe mich über das neue Wissen gefreut.

Außerdem fand ich es natürlich sehr spannend zu erfahren, welche Aufgaben in einem Tropengewächshaus anstehen. Hauptaufgaben sind dabei Unkraut jetten, Gießen und Fegen. Vor allem das Gießen ist sehr zeitintensiv und ein bisschen monoton. Zum Glück gibt es im Gewächshaus ein Radio oder Gärtner*innen, die vor sich hin pfeifen. Musik macht ja dann doch alles besser.

In diesem Tropengewächshaus wird biologischer Pflanzenschutz angewendet, also möglichst wenig mit chemischen Mitteln gearbeitet. Stattdessen werden unter anderem Nützlinge ausgesetzt. Diese Fressfeinde halten dann Schädlinge wie Spinnmilben oder Wollläuse in Schach. Einer der Nützlinge sind die Larven des australischen Marienkäfers. Wenn Pflanzen beschnitten werden, müssen diese sogenannten Cryptolemuse aufgesammelt und auf andere Pflanzen gesetzt werden. Das durften Mareen und ich machen. Anfangs musste ich manchmal noch nachfragen, ob es sich im Cryptolemus oder Wolllaus handelt, doch dann hatte ich den Dreh raus.

Auch sehr cool war es wohl in Deutschlands Größter Kakoplantage Kakaobäume zu bestäuben. Die kleinen Blüten am Stamm der Bäume mit Pollen zu versorgen hat viel Feingefühl abverlangt. Ich bin gespannt, ob durch mich vielleicht eine Frucht entstehen wird.

Ansonsten kümmerten wir uns auch um die Pflege von jungen Bananenstauden. Dazu schnitten wir alle trockenen Blätter ab, damit die neuen besser nachwachsen können. Für die größeren Bäume schnitten wir einige der großen Blätter in kleiner Stücke und verteilten sie als Mulch.

Auch im Lehrgarten des Gewächshauses konnte ich helfen und ein paar Sonnenblumen pflanzen. Zwischendurch an frischer Luft zu arbeiten, statt im warmen Gewächshaus hat dabei sehr gut getan.
Ein weiteres Highlight meiner Woche war es bei der Führung „Die Politische Pflanze“ dabei zu sein. In einem Rundgang deckten wir nach und nach verschiedene politische Probleme auf, die mit den unterschiedlichsten Pflanzen zusammenhingen. Wir sprachen unter anderem über die Monopolisierung von Wasser in Chile (durch die Avocado) und Bio-Pirating von Pflanzen (bei der Stevia Pflanze). Also das Exploitieren von Wissen der indigenen Bevölkerung. Uns wurde durch die Führung viel vor Augen geführt, was wir sonst zu einfach verdrängen können. Ich konnte viele Gedankenanstöße mitnehmen.

Auch spannend war es über die Geschichte des über 100 Jahre alten Gewächshauses zu lernen. Sie hängt eng mit der deutschen Kolonialgeschichte zusammen, denn der Campus und somit auch das Gewächshaus befinden sich in den Gebäuden der ehemaligen Kolonialschule für Handel und Landwirtschaft. Dort wurden also Beamte auf das Leben und Arbeiten in kolonialisierten Orten vorbereitet.

Nach der Woche hatte ich mich nicht nur mit der gärtnerischen Arbeit auseinandergesetzt, sondern auch mit politischen Aspekten. Das hat mir sehr gefallen. Zum Abschied durfte ich eine sehr jungen Kaffee- und Stevia-Pflanze zurück mit nach Kiel mitnehmen.

Im Juli zeige ich Mareen dann die Arbeit in der Stiftung. Doch zunächst steht erstmal das Abschlussseminar auf Sylt an. Kaum zu glauben, dass Henrik und ich nun zu unserem allerletzten Seminar fahren. Wir freuen und riesig!

Bis dann.

Die Abenteuer an der Stiftung

Nach einer langen und intensiven, aber auch schönen Zeit, kann ich euch endlich mal wieder über unsere Abenteuer bei der Stiftung berichten.

Und nun auch noch über gleich zwei Wochen, was für ein Traum. Und mit Träumen fängt die Abenteuergeschichte gleich an. Denn einer unserer Protagonisten, der Moormagier Merlin (Henrik) musste erstmal aus dem Schlummer des, durch Urlaub doppelt, verlängerten Pfingstwochenendes aufwachen. Aber als er diese monumentale Aufgabe geschafft hatte, ging er gleich los und wanderte ins Königsmoor, um dort die seit zahllosen FÖJ-Generationen bestehenden Aufgabe des Pegelmessens zu erfüllen. Und noch am selben Tag half er der anderen Abenteurerin der Stiftung aus, indem er ihr ihren magischen Bilderkasten brachte, damit sie die Ereignisse des parlamentarischen Abends im Landtag auf ewig festhalten kann. Dabei sind unsere Abenteurer auf eine alte Bekannte gestoßen, Jule, eine der Abenteurerinnen aus der vorherigen FÖJ-Generation. Doch Merlin musste schnell wieder gehen, da er seine Ausrüstung für das Moor und den Abend vertauscht hatte, weshalb er wohl zu den wenigen Menschen gehörte, die im Landtag Gummistiefel anhatten.

Gleich am nächsten Tag führten die Abenteurer, oder auch die Sommerakademie, zwar nicht in ein Moor aber trotzdem in die Natur. Nämlich zu den zauberhaften Ländereien des Höltigbaums und dem Haus der Wilden Weiden. Dort an den Rändern der großen und alten Stadt Hamburg, gab es dank einer ereignis- und lehrreichen Wanderung durch die Flächen eine Menge zu sehen und entdecken. Von Pflanzen über Insekten und Vögel bis hin zu Ziegen und Galloway-Rindern. Doch es wird nicht das letzte Mal sein, dass wir von den Ländereien des Höltgbaums hören.

Der Moormagier nun aber lässt sich nicht lange vom Moor fernhalten, und so ging die Reise am Freitag und Montag gleich wieder in die fantastische Welt der Natur. Dort musste er die fürchterlichen Kreaturen, die nach seinem Blut lechzten und ihm Pein zufügen wollten, abwehren. Die Mücken. Er versuchte sein Möglichstes, aber leider gelang es ihm nicht ungeschoren hinweg zu kommen. Doch es gab auch Glück im Unglück, denn es war sehr gutes Wetter, sodass alleine der Ausblick es wert war das Abenteuer zu machen.

Hier wendet sich die Geschichte nun wieder zu dem Höltigbaum, dort haben unsere Abenteurer nämlich den Besuchern des Schafschurfestes bei einem Infostand die Stiftung erklärt und nähergebracht. Mit flinken Worten, schlauen Flyern und einem Memory-Spiel, ebenso wie größtenteils gutem Wetter, war dies eine leichte Aufgabe für sie. Doch auch da gab es eine große Herausforderung. Nicht etwa beim Infostand selber sondern danach, denn sie mussten durch ein riesiges und unheimlich starkes Unwetter fahren. Mit Regen so dicht, dass man kaum sieht was vor einem ist und Hagel, der so laut schlägt wie Kanonen. Aber ohne zu verzagen haben sie es auch geschafft sich durchzukämpfen und heile wieder anzukommen.

Das war was wir die letzten zwei Wochen so erlebt haben. Mal etwas anders geschrieben. Zum Abschluss noch ein kleiner Hinweis, dass wir, Susanna und ich, nächste Woche beide nicht da sind und deshalb dann kein Blog erscheinen wird.
Und damit Tschüss bis in zwei Wochen.

Projekte voranbringen und frische Luft genießen

Moin ihr Lieben,

könnt ihr glauben, dass das sonnige Wetter sich immer noch hält? Henrik und ich sind ganz erstaunt und versuchten es diese Woche möglichst viel zu genießen.

Montag und Dienstag nutzte Henrik die Sonne aus, um nach dem Infostand am Sonntag seine Überstunden auszugleichen. Währenddessen nutzte ich meine Zeit um Freiwillige für mein Projekt zu Besuchen. Am Montag war ich dafür in Kiel-Holtenau für ein kurzes Interview und natürlich für das Fotografieren. Am Dienstag besuchte ich dann zwei Freiwillige aus meiner Seminargruppe in ihrer Einsatzstelle, einem Erlebnis-Bauernhof. Neben dem Interview und dem Fotografieren, konnte ich auch ein wenig mithelfen. Wie jedes Mal hat es mir sehr viel Spaß gemacht andere Stellen kennenzulernen. Außerdem bin ich dadurch mit meinem Projekt vorangekommen.

Am Donnerstag waren Henrik und ich dann wieder im Außendienst. Zunächst ging es in die Eider-Treene-Sorge-Region, um unsere nun übliche Vogelkartierung durchzuführen. Natürlich freuten wir uns dabei über jeden einzelnen Vogel, den wir erkennen konnten, ob Dorngrasmücke, Brachvogel oder Schafstelze. Am meisten allerdings freuten wir uns, als wir auf unserer letzten Fläche zwei Kiebitz-Küken entdecken konnten. Wir nahmen uns natürlich eine Weile Zeit, um den kleinen flauschigen Jungvögeln zu zusehen.

Weiterging es dann Richtung Flensburg, wo wir an einem Trekkingplatz ein Schild ausgetauscht haben. Auch hier freuten wir uns über die warmen Sonnenstrahlen und die vielen blühenden Pflanzen.

Da ich es trotz gutem Wetter geschafft habe mich zu erkälten war Henrik am Freitag alleine in der Stiftung. Neben ein wenig Büroarbeit, hat Henrik sich darum gekümmert einige Autos in die Waschstraße zu fahren. Leider fiel das Froschkonzert, bei dem Henrik helfen sollte aus.

Bis Bald!

Segelseminar und Moortouren

Moin ihr Lieben,

könnt ihr es glauben, dass Henrik und ich nur noch drei Monate unseres FÖJs vor uns haben? Wir können das kaum. Doch die Zeit rennt mal wieder und während wir ganz viele schöne Dinge erleben, schwingt mittlerweile auch ein Hauch an Melancholie mit.

Diese Woche bin ich vom Segelseminar zurückgekommen. Nach so viel Sonne tanken, Seifenblasen pusten und gemeinsam lachen fühlt es sich ein wenig komisch an, wieder an Land zu sein. Vor allem, da nun das vorletzte Seminar vorbei ist.

Statt wie in den letzten Seminaren eine Woche mit unserer lilanen Gruppe zu verbringen, waren die Seminargruppen diesmal vermischt. Dadurch waren Henrik und ich leider nicht auf dem gleichen Schiff. Ich habe das Seminar mit den anderen Freiwilligen sehr genossen. Einige Freiwillige kannte ich schon gut, einige nur ein bisschen und andere noch gar nicht. Für mich war das die perfekte Mischung: Wir waren eine tolle Segeltruppe.

Gesegelt sind wir mit dem Traditionssegler „Lovis“ von Kappeln aus zu einigen dänischen Inseln, die uns alle verzaubert haben. Ich stand an der Piek des Großsegels und zusammen mit den anderen lernte ich erstmal die verschiedenen Seile und Knoten kennen. Nur mit gemeinsamen Kräften haben wir das riesige Segel hissen können. Puhh, war das anstrengend. Zum Glück hatten wir dabei auch ganz viel Spaß. Und nichts ist damit zu vergleichen, wenn sich das Schiff dann langsam anfängt mit dem Wind über die Wellen zu bewegen. Wir saßen dann oft an Deck, lehnten uns aneinander und schauten hinaus zur Ostsee.

Die Vorbereitungsgruppe hatte sich um viele spannende Themen und Methoden gekümmert und wir lernten einiges neues dazu. Am meisten haben mir die Boden- und Wasserproben gefallen, die wir gemeinsam untersucht haben. Vor dem Anlegen mussten die Segel dann immer wieder eingepackt werden. Auch das hat uns sehr gefallen.

Abends haben wir meist die Inseln erkundet. Dabei waren wir in der Ostsee baden, schaukelten auf den Hafen-Spielplätzen und gingen durch kleine Örtchen oder an der Strandlinie entlang.

Kaum hatten wir uns an die Seeluft gewöhnt, war das Segelseminar schon vorbei. Meine letzte Nacht verbrachte ich mit einigen FÖJler*innen unterm freien Sternenhimmel. Morgens wurden wir dann von der aufgehenden Sonne geweckt.

Am Dienstag war ich dann nicht nur zurück an Land, sondern auch im Alltag. Doch auch der Alltag kann schön sein, vor allem, wenn Henrik und ich ins Moor gehen. Diesmal war eine gemeinsame Freundin dabei. Zu dritt haben wir die Pegel gemessen und auf dem Weg das gute Wetter genossen. In Schmoell an der Küste lebten wir die Tradition unserer Vorgängerin fort und sprangen kurz in die Wellen.

Am Donnerstag verbrachte ich den Tag alleine in der Stiftung und kümmerte mich größtenteils um Orga-Sachen. Nachmittags nahm ich dann zur Auffrischung am Infostand-Workshop teil. Schon am Sonntag bin ich auf einer Veranstaltung eingesetzt.

Zum Ende der Woche fuhren wir nochmal ins Moor. Diesmal ins Königs- und Hartshopper Moor. Begleitet wurden wir dabei von einem Kollegen, der nicht nur mal raus an die frische Luft wollte, sondern auch die Idee hatte uns bei unserer Tour zu filmen. Wir sind beide gespannt, was aus dem Video-Material entstehen wird.

Nachmittags nahmen wir noch einige Verbesserungen an unserem Moorbeet vor, das nächste Woche ein wenig eingeweiht werden soll.

Bis dann!

Moorbeet, Moorbeet und Moorbeet

 

Moin ihr Lieben,

Henrik und ich haben eine weitere Woche unserer FÖJs gut nutzen können. Vor allem, weil wir eins unserer größeren Projekte; das Moorbeet; sehr weit vorangebracht haben.

Das Moorbeet ist ein Hochbeet, in dem Moorpflanzen wachsen sollen. Henrik und ich wurden schon vor einiger Zeit damit beauftragt dieses Beet zu planen und zu bauen. Nachdem wir dann letzte Woche das Holz gekauft hatten, machten wir uns nun an den eigentlichen Bau des Beetes. Weder Henrik noch ich hatten schonmal ein Hochbeet gebaut. Zum Glück konnten wir auf die Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen setzen.

Am Montag kam Pfahl nach Pfahl in die Erde, die ersten Löcher wurden gebohrt und ehe wir es uns versahen hatten wir das Grundgerüst und zwei Seiten des Beetes schon gebaut. Da wir auch noch einige Besorgungen im Baumarkt machen mussten hatten wir unsere Arbeit am Beet fürs erste beendet – sehr zur Enttäuschung einiger schaulustigen Mitrarbeitenden.

Am nächsten Tag kümmerten wir uns vormittags erstmal um die Kontrolle von Trekkingplätzen im Kreis Schleswig-Flensburg. Uns hat es beiden sehr gefallen durch das Kontrollieren der Plätze auch kleine Einblicke in weiter Stiftungsflächen zu erhalten. Außerdem konnten wir so auch schauen, wie die Schilder befestigten waren. Schließlich müssen wir auch diese noch austauschen.

Nachmittags, machten wir dann große Fortschritte im Bau. Dabei waren wir vor allem mit Bohren und Schrauben beschäftigt. Durch das harte Holz der seitlichen Rubinien-Pfähle hatten wir ein paar kleiner Hindernisse, doch am Ende stand unser fast fertiges Beet. Ganz objektiv kann ich sagen, dass das Beet im tiefen Sonnenlicht einfach wunderschön aussah.

Am folgenden Tag mussten wir zunächst den Torf abholen. Auch hierbei hat uns eine Kollegin geholfen, die für uns den Anhänger gefahren ist. Wir waren ihr dafür sehr dankbar.

Zurück in der Stiftung wollten wir „nur noch schnell“ die Teichfolie im Inneren des Beetes anbringen. Aus „nur noch schnell“ wurde dann aber doch eine längere Aktion. Die gekaufte Teichfolie hatte nämlich eine kleinere Maße als angegeben und wir mussten uns erstmal darum kümmern sie umzutauschen. Auch das Anbringen war leider nicht so einfach wie gedacht. Nach einigem Ausprobieren hatten Henrik und ich es natürlich trotzdem geschafft. Fertig waren wir aber immer noch nicht: Wir machten uns ans Torf schippen. Bis das Beet gut gefüllt war, hatten wir beide mit dem vielen hin und herlaufen definitiv genug Sport für die Woche gemacht. Mit unserem fertig gebauten und befüllten Beet waren wir sehr zufrieden.

Bald wollen wir auch die ersten Pflanzen ins Beet legen. Doch erst warten wir noch ein wenig, bis sich der Torf absetzt.

Nach drei sehr langen Moorbeet-Tagen, folgten ein ruhiger Donnerstag und Freitag, an dem je nur einer von uns in der Stiftung war. Henrik ist nun seit Freitag schon auf seinem Segelseminar. Ich nutzte die Zeit für ein paar Autowäschen und einige Orga-Sachen.

Nächste Woche arbeite ich nur einen Tag bevor ich auf mein Segelseminar fahre und Henrik von seinem zurückkommt. Leider verpassen wir uns knapp und sehen uns erst Anfang Mai wieder. Dann stehen ganz viele Moortouren an, worauf ich mich schon sehr freue.

 

 

Vögel kartieren, Führung machen und Händys sortieren

Moin!

Nach einer Osterpause sind wir nun wieder in der Stiftung zugange und, was noch viel schöner ist, in den Flächen unterwegs.

Denn gleich am Montag war ich mit einer von unseren Azubis wieder auf Vogelkartierung in der ETS (Eide-Träne-Sorge-Niederungen). Es war anderes als davor echt schönes Wetter, weshalb wir auch in die Flächen hinein gegangen sind und dort die Kiebitze noch besser beobachten konnten.  Dabei haben wir auch ihren Balzflug beobachten können. Sie fliegen dann sehr beeindruckende Manöver und manchmal kann man auch ihren Balzruf vernehmen. Dieser hört sich gar nicht wirklich Vogeltypisch, sondern irgendwie Computergeneriert an.

Am nächsten Tag ging es für uns ins MoorIZ beim Ahlenmoor. Das MoorIZ ist ein Infozentrum, welches Wissen über und ums Moor an die Besucher vermittelt und auch noch eine alte Moorbahn instand hält. Auf solchen Bahnen ist früher der abgebaute Torf aus den Mooren transportiert worden. Aber das geschieht natürlich dort nicht mehr, die Bahn befördert jetzt nur noch Besucher. Auch die Ausstellung in der alten Torffabrik fand ich sehr interessant gestaltet und lehrreich. Wenn man das Moor auf eigene Faust und ganz nahe entdecken möchte, kommt man dort auch voll auf seine Kosten, denn es gibt dort auch Erlebnis- und Wanderwege, die durch das Ahlenmoor führen.

Während wir im MoorIZ als Besucher waren, haben wir dann am Mittwoch bei einer Führung für eine Politikerin und ihre Mitarbeiter*innen mitgeholfen. Sie war sehr an den Mooren und deren Schutz, aber auch an dem FÖJ interessiert, weshalb wir ihr gezeigt haben wie wir die Pegelmessungen machen. Es war eine sehr interessante Führung, bei der ich auch noch etwas über das Dosenmoor gelernt habe. Weil dort nicht nur eine Menge Geschichte schlummert, sondern auch aktiv weitergeschrieben wird, um das Moor hoffentlich wieder möglichst nahe an seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen.

Und dann neigte die Woche sich auch schon dem Ende entgegen. Doch damit es nächste Woche gleich weitergehen kann, besorgten wir noch das Holz und anderen Materialien für das Moorhochbeet-Projekt. Dies soll nun endlich starten und gebaut werden.

Zum Abschluss, am Freitag, waren wir auf der Handysortierparty im Kinkhus in Schwentinental. Die Handysortierparty ist eine FÖJ-Aktion, bei der so einige FÖJler aus verschiedenen Stellen zusammenkommen um die FÖJtis vom Bund dabei zu helfen weit über tausend Handys zu sortieren und zu verpacken. Diese Partys sind regelmäßig, da sie nahezu alle Handys, die in Schleswig-Holstein in Recyclingstationen geworfen oder abgegeben werden bekommen. Wie unschwer zu erraten ist, sind die meisten dabei kaputt, aber bei so vielen Handy kommt einem alles Mögliche unter, dabei auch einige, die noch funktionieren. Aber ebenso welche bei denen man sich fragt, was mit ihnen passiert ist. Oder solche, die so absurd sind, dass man sich fragt wer sich so etwas ausdenken konnte.

Und damit ist eine weitere spannende Woche um, aber ich bin mir sicher nächste Woche wird auch sehr interessant werden, doch bis dahin Tschüss!

Kiebitze, Moortouren und Trekkingplätze

Moin ihr Lieben,

Henrik und ich hatten eine schöne Woche, die mit ganz vielen kleinen Highlights gefüllt war.

Gleich am Montag fingen wir in der Eider-Treene-Sorge-Region mit einer neuen Aufgabe an: Wir haben Vögel kartiert. Im Fokus stand dabei der Kiebitz, den wir sogar bei seinen Balzflügen beobachten konnten. Der Kiebitz ist diesjähriger Vogel des Jahres. Durch die Entwässerung und den Verlust von Feuchtwiesen ist der schwarz-weiße Vogel hierzulande mittlerweile gefährdet. In unseren Flächen konnten wir trotzdem einige Exemplare entdecken und haben uns über jeden einzelnen gefreut. Wir mussten dabei feststellen, dass Vogelsuche sehr einnehmend ist. Sobald wir etwas über uns flattern gesehen haben, wanderten unsere Ferngläser hoch – wir konnten uns kaum losreißen. Auch im Königs- und Hartshopper Moor haben wir deswegen so einige Fernglas-Pausen einlegen müssen, während wir von Pegel zu Pegel gelaufen sind. Entsprechend waren wir etwas länger unterwegs als normalerweise.

Am folgenden Tag wurden wir von der ehemaligen FÖJlerin Jule ins Kaltenhoffer Moor begleitet. Es war echt schön sich mal wieder mit ihr unterhalten zu können. Erstaunlicherweise konnte sie sich noch an alle Pegel erinnern - dabei ist ihr FÖJ schon ein paar Monate her. Um Jules Tradition zu bewahren, waren im Anschluss bei den Pegeln am Meer noch in der Ostsee baden. Einige von uns haben sich ganz ins kalte Wasser getraut, andere haben früher aufgegeben…

Am Trekkingplatz Hessenstein hatten wir dann unseren ersten Erfolg im Wechseln eines Schilds. Zwar hatten wir zunächst einige Schwierigkeiten mit verrosteten Schrauben, doch wir konnten diese gut austauschen und das neue Schild begrüßt nun die Ein-Tag-Zeltenden.

Den Mittwoch verbrachten Henrik und ich in der Stiftung. Neben einigen Besprechungen mit Paulina, haben wir an einer Tablet-Schulung teilgenommen und haben beim Geburtstagsbrunch das gute Essen genießen können. Außerdem haben wir noch ein letztes Auto in die Waschstraße gebracht und dabei das Klassik-Radio für uns entdeckt.

Die Woche endete am Donnerstag mit einer Pegeltour im Großen Moor bei der wir stetig vom Regen begleitet wurden. Weil wir eh schon durchnässt waren machten wir uns einen Spaß daraus in Pfützen zu springen und fühlten uns dabei wie glückliche Kleinkinder. Das war ein schöner Monatsabschluss.
Die nächste Woche haben Henrik und ich uns frei genommen. Wir freuen uns euch im April wieder von unseren Erlebnissen zu erzählen.

Trauerseeschwalbenflöße bauen, Schilder aufstellen und Pegel messen

Moin!

Die Trauerseeschwalben sind eine stark bedrohte Art, welche an der Westküste von Schleswig-Holstein brütet. Der Bestand ist sogar auf 30-50 Brutpaare zurück gegangen. Weshalb es umso wichtiger ist, dass man die bereits vorhandenen Schutzmaßnahmen weiterführt und neue einrichtet. Damit die Trauerseeschwalben auch in Zukunft hier in Schleswig-Holstein zu finden sind. Eine dieser Schutzmaßnahmen besteht darin, den Schwalben ein Floß als Nistplatz im Wasser anzubieten. Dort sind sie besser geschützt als in ihre üblichen Nistplätze. Und eben diese Flöße haben wir am Dienstag mitgeholfen zu bauen. Dafür haben wir Styrodur zugeschnitten und mit einer Baumbusmatte, sowie Schnüren zur Verankerung, versehen. Die Flöße kommen dann demnächst zu ihren Bestimmungsorten, wo sie den Trauerseeschwalben hoffentlich gefallen.

Und gleich am nächsten Tag dem Mittwoch sind wir endlich mal wieder im Dosenmoor unterwegs gewesen. Für das Moor haben wir nun sogar noch zusätzliche Pegel bekommen, die uns in die Moorheidewiesen hineinführen. Wo man vor allem mit einem Fernglas bewaffnet echt viel bestaunen kann. Wie zum Beispiel die ersten Bienen, die in den Weidenkätzchen herumsummen oder die Kraniche die zurzeit hier sind. Aber es waren auch nicht alle Pegel leicht zu finden einige mussten wir ziemlich im hochstehenden Wasser suchen.

Im Anschluss an das Pegelmessen im Dosenmoor haben wir einen erneuten Versuch gestartet die Schilder an den Wildes SH-Trekkingplätzen zu wechseln. Wir haben nun schon mehrfach versucht die nicht mehr aktuellen Schilder abzumontieren und die neuen anzubringen. Nur leider war dem immer etwas im Wege und so war es auch dieses Mal. Nachdem wir es endlich geschafft hatten die Schrauben zu lösen mussten wir allerdings überrascht feststellen, dass die Schilder auch noch festgeklebt waren. Da wir damit nicht gerechnet hatten blieb uns nichts anderes übrig als enttäuscht und unverrichteter Dinge wieder zu fahren. Nichtsdestotrotz bleibe ich zuversichtlich die Schilder doch noch irgendwann zu montieren.

Und damit bis nächste Woche, wo wir wieder viel unterwegs sind.

Tschüss!

Projekte, Termine und Außentermine

Moin ihr Lieben,

Henrik und ich waren in den letzten Tagen sehr vielseitig beschäftigt und erzählen euch nun von unseren ersten zwei Märzwochen in nur einem Blogeintrag.

Gleich die erste Woche sah für Henrik und mich sehr verschieden aus, denn ich habe für einige Tage beim Bergwaldprojekt auf Amrum mitgemacht. Mit anderen Freiwilligen unterschiedlicher Altersklasse haben wir dort Waldmaßnahmen unternommen, also unteranderem ganz viele Brombeeren gehackt und spätblühende Traubenkirschen gefällt. Dabei gab es immer wieder spannenden Austausch über Naturschutzthemen mit vielen Personen aus unterschiedlichen Bereichen des Naturschutzes oder darüber hinaus.

Unterdessen war Henrik in der Stiftung. Seine Woche war vor allem von zwei Aufgaben geprägt. Zum einen von den Vorstellungsgesprächen mit unseren potentiellen Nachfolger*innen. Ihm hat es sehr viel Spaß gemacht und er konnte viel daraus mitnehmen mal auf der anderen Seite von Bewerbungsgesprächen zu stehen. Zum anderen war Henrik viel für sein FÖJ-Projekt unterwegs, dass er mit einigen Freiwilligen des BNUR durchführt. Zu viert haben sie an mehreren Tagen beim Bau eines Krötenzauns geholfen. Von seinem Projekt erzählt euch Henrik bestimmt in nächster Zeit noch mehr.

In der zweiten Märzwoche waren Henrik und ich dann wieder beide in der Stiftung und hatten ganz viel vor. Am Montag holten wir unsere Moortour im Großen Moor nach und haben dabei auch die Pegel selbst mit dem GNSS, einem sehr genauem Messgerät, eingemessen. Den darauffolgenden Tag verbrachten wir im Büro und kümmerten uns hier um verschiedene Kleinigkeiten, zum Beispiel das Umgraben des Gartens. Auch hatten wir beide Feedbackgespräche mit Paulina gehabt und haben uns sehr gefreut uns mit ihr auszutauschen.

Am Mittwoch waren Henrik und ich dann wieder unterwegs, um eine Zaunkontrolle durchzuführen. Dabei liefen wir einmal um den Zaun herum und dokumentierten Schlupflöcher und ähnliches. Mittags waren wir dann wieder in der Stiftung und nahmen an der Verabschiedung zweier sehr geschätzter Kolleg*innen teil. Es gab einige Reden, Musik und ein großes Buffet. Es war auf jeden Fall eine gelungene Feierlichkeit.

Am Donnerstag fuhren Henrik und ich erst nach Nordoe, um unsere Wildtierkameras bei den Eichelhäherkästen zu prüfen. Wie zu erwarten wurden keine Eichelhäher mehr abgelichtet, schließlich sind diese mit dem Sammeln der Eicheln schon längst fertig. Stattdessen haben wir jetzt ein paar Fotos von Rehen, Madern und einem Schwarzspecht. So konnten wir prüfen, wie sich unsere Kästen im Wald einfinden. Im Anschluss waren Henrik und ich dann mit der Stiftung im Blutspendezentrum. Und damit endete unserer Woche auch schon, denn am Freitag haben wir uns beide freigenommen.

Bis Ostern sind Henrik und ich wieder sehr verplant. Wir freuen uns sehr auf die verschiedenen Aufgaben, die wir übernehmen, denn es kommen auch einige neue Sachen hinzu.Bis dann!

Pegel messen und Bewerbungsgespräche vorbereiten

Moin!

Und es war mal wieder so weit die Moortouren zu machen. Was zu dieser Jahreszeit eine fast komische Mischung aus Matsch, Nässe und Kälte, aber auch teilweise Sonnenschein und ganz warmen Temperaturen ist. Ebenso zeichnet die Natur im Moment ein sehr interessantes Bild. Ein Bild, welches zwar noch von Brauntönen dominiert wird, aber das Weiß mittlerweile komplett verloren hat und nun von grünen Tönen durchzogen wird. Genauen Betrachtern fällt vielleicht sogar der ein oder andere bunte Punkt am Boden auf.

Doch nicht nur die Natur haben wir uns anschauen können. So waren auch einige Tiere schon unterwegs und sind uns über den Weg gelaufen oder geschwommen. Als wir am Dienstag im Kaltenhofer Moor und in Schmoel waren, sind wir nämlich einigem Damwild begegnet, welches in ihrer ziemlich großen Gruppe nacheinander den Pfad in einiger Entfernung vor uns überquerten. Oder die Kanadagänse, welche auf dem See schwammen.

Auch im Königsmoor waren wir nicht alleine. Ich bin auf dem Weg zu einem Pegel praktisch über eine Erdkröte gestolpert. Die fangen schon an aus ihrer Winterstarre zu kommen, weil die Bodentemperatur schon mal einige Nächte über 5 Grad war. Des Weiteren haben wir noch einen verstopften Pegel gesäubert und mit neuem Damenstrumpf versehen, damit er nicht direkt wieder verstopft. Der Pegel ist uns schon auf der letzten Tour aufgefallen, aber wir haben in nicht ohne Seil herausbekommen.

Leider gab es nicht nur gute Nachrichten. Unser Lichtlot Fred brach nach jahrelangem treuem Dienst auseinander. Aber ich schaffte es ihn mit Heißkleber und Geduld wieder zusammenzukleben. Dabei habe ich ihm gleich auch eine neue Batterie gegeben, damit ist Fred wieder in Top-Form, um Pegel zu messen.

Am Freitag dann waren auch die Vorbereitungen für die FÖJ-Bewerbungsgespräche, die nächste Woche stattfinden. Dass finde ich einerseits sehr interessant, aber auch irgendwie komisch, schon die nächsten FÖJler festzulegen.

Und damit bis nächste Woche. Tschüss!

Fischottertunnel und Entkusselungen

Moin!

Auch über diese Woche darf ich euch wieder berichten. Und wir hatten einiges zu tun.

So war ich direkt am Montag mit einem Kollegen an einer Grünbrücke über der A7, um Entkusselungsmaterial, welches von einer früheren Maßnahme übrigblieb, wegzubringen. Es war dann vor Ort doch wesentlich mehr Material als gedacht. Und wir hätten zu oft fahren müssen um alles zum Recyclinghof zu bekommen. Weshalb dafür eine andere Lösung gesucht wurde und wir nur einen Anhänger mitgenommen haben. Das war aber auch eine Herausforderung, da wir schon Probleme damit hatten zur Fläche zu kommen, obwohl wir den Allrad-Pickup fuhren, da der Weg komplett aufgeweicht und matschig war. Zum Glück gab es noch einen Weg von der Fläche weg, der in wesentlich besserem Zustand war.

Wo es zwar weniger matschig war, wir uns aber trotzdem fast festgefahren haben, war die Wedeler Au. Dort halfen wir zwei Teiche von Erlen zu entkusseln, die drohten die Teiche zuzuwachsen und den Amphibien unzugänglich zu machen. Vor Ort war auch die ganze Zeit über gar nicht so schlechtes Wetter und am Ende kam sogar noch die Sonne raus, obwohl für den Donnerstag Regen und Sturm angesagt war.

Am Mittwoch ging es für uns in die Nähe des Fieler Moores. Zu einem Fischottertunnel, der nach zwei Todfunden von Ottern, mit Straßensanierungen verbunden gebaut wurde. Der Tunnel gibt den Ottern eine Möglichkeit nicht über die Straße zu müssen, wenn der Wassergraben, welchen sie benutzen um von einem Großteil des Fieler Moores zu einigen Teichen zu kommen, durch die Straße unterbrochen wird. Und damit die Otter den Tunnel auch benutzen, und ein fester Zaun nicht gewünscht ist, soll eine Art natürlicher Zaun aus Weiden entstehen. In dem Weidenstecklinge von den Bäumen in der Nähe in den Boden gesteckt werden, dann hoffentlich austreiben und somit ein Hindernis bilden, welches die Otter zum Tunnel führt.

Die restliche Woche waren wir wieder mit Projekt und Termin Planung, sowie den Autos beschäftigt. Und nächste Woche geht es mit den Moortouren weiter, aber bis dahin Tschüss!

Autos, Projekte und Basteln

Moin!

Diese Woche war für uns eine ruhige. Wir waren die meiste Zeit im Büro und haben an unseren Projekten weitergearbeitet oder haben uns mit dem Fuhrpark beschäftigt. Aber selbst in einer ruhigen Woche gab es einen Außentermin.

So ist Susanna am Mittwoch mit einer unserer Flächenmanagerin zur Flächenkontrolle nach Kudensee und anschließend zu einigen Winterweiden bei St. Michaelisdonn gefahren.

Am Montag hingegen wurde mir spontan die kleine Bastelaufgabe gegeben eine Art Knauf für einen Eisenstange zu machen. Diese Stange wird nämlich zum Testen der Tiefe der Torfschicht genutzt und die ohne irgendetwas in den Boden zu drücken wäre nicht sehr angenehm. Ich ging davon aus, dass ich nicht mehr als ca. eine halbe Stunde brauchen werde, habe dann aber mehrere Stunden gebastelt, weil ich zuerst verschiedenes Altholz und Werkzeuge zusammengesammelt habe, mich dann ein bisschen im Perfektionismus verloren habe und versuchte möglichst viele der schon vorhandenen Risse im Holz zu flicken. Aber am Ende ist etwas herausgekommen mit dem ich sehr zufrieden bin und hoffe, dass es auch etwas hält.

Und wie oben schon angemerkt hatten wir diese Woche auch viel mit dem Fuhrpark der Stiftung zutun gehabt. Dienstag und Donnerstag haben wir ein Auto zur Werkstatt gebracht oder abgeholt. Und am Freitag waren wir mit mehreren Autos in der Waschstraße, womit wir nächste Woche weitermachen werden, da nicht alle Autos frei waren.

Außerdem gibt es in der nächsten Woche noch zwei spannende Außentermine, auf die ich mich schon freue. Aber über die hört ihr am Freitag. Bis dann!

Bäume fällen, Flächen anschauen und Aufgaben übernehmen

Moin ihr lieben,

auch diese Woche kann ich euch wieder von sehr abwechslungsreichen Tagen erzählen. Gleich am Montag, nachdem wir zusätzlich zum Jourfix noch eine Präsentation zu den Moor Futures mitbekommen haben, waren Henrik und ich spontan mit einem Kollegen unterwegs, um dabei zu helfen einen Gefahrenbaum zu fällen und ihn hinter her aufzuräumen. Zu dritt haben wir das relativ schnell hinbekommen und der Weg, an dem der Baum stand, war danach wieder sicher nutzbar.

Für den nächsten Tag war eigentlich ein Zaunabbau geplant, doch wegen des Wetters hatten wir dann einen spontanen Büro-Tag. Die Zeit haben wir dann trotzdem gut genutzt. Unter anderem habe ich für mein Projekt ein Interview mit Henrik durchgeführt. Das hat total viel Spaß gemacht, denn auch wenn wir die meisten Aufgaben in der Stiftung zusammen unternehmen und einen ähnlichen FÖJ-Freundeskreis haben, haben wir die letzten sechs Monate natürlich doch anders wahrgenommen und erlebt. Es war daher echt schön, auch seine Perspektive mitzubekommen.

Am Mittwoch strahlte uns die Sonne den ganzen Tag entgegen und wir waren mit einer Kollegin, die sich um das Flächenmanagement der Eider-Trene-Sorge-Region kümmert, unterwegs. Während sie verschiedene Baustellen und Weiden kontrolliert hat, hat sie uns sehr viel erzählt. Uns hat der Tag sehr viel Spaß gemacht, vor allem weil die Flächen, die wir besucht haben, so verschieden waren und wir viel Neues lernen konnten. Vor allem das Wilde Moor hat uns sehr gefallen. Den dortigen Lehrpfad könnt ihr auch auf den Fotos entdecken. Apropos entdecken: in einer der Flächen haben wir wieder einen Raubwürger gesichtet.

Am Donnerstag haben wir uns dann wieder in Molfsee um einige Dinge gekümmert. Unter anderem hatten wir eine Besprechung über den Fuhrpark der Stiftung. Dort werden wir nun mehr Aufgaben übernehmen. Dafür sind wir am selben Tag auch im Baumarkt gewesen, um einige Besorgungen zu machen. Sobald wir zurück gekommen sind hatten wir schon den nächsten Termin. Dabei ging es um das Social Media für unser Eichelhäher-Projekt. Schon bald wird es zum Projekt kurzes Video dazu geben.

Am Freitag mussten wir auf Grund des Schnees unsere Pläne ändern. Statt draußen zu sein, blieben wir in der Stiftung und kümmerten uns unter anderem ein bisschen um die Garage. In der nächsten Woche erwarten uns wieder viele unterschiedliche Aufgaben, auf die Henrik und ich uns schon freuen. Bis dann!

Moore und Eichelhäher

Moin!

Ich bin aus meinem Urlaub zurück und habe das Glück euch direkt von einer richtig schönen Woche mit einer Menge Zeit im Außendienst zu berichten. Wie ihr vielleicht schon an den Bildern gesehen habt, waren wir endlich mal wieder so richtig in den Mooren unterwegs. Wir haben nämlich das Ok bekommen, unsere Pegelmessungen zu machen, die vorher durch das Wetter einfach zu riskant waren. Leider können wir immer noch nicht in das Dosenmoor, da es dort noch zu riskant ist.

Nichtsdestotrotz haben wir gleich am Montag die Pegel im großen Moor gemessen. Wobei mir mal wieder deutlich wurde, wir schön die Moore doch sind und wie viel man in der Natur erleben, entdecken und beobachten kann. So ist uns gleich am Anfang unsere Runde durchs Große Moor der leichte Frost und die dünne Eisschicht, welche spannende Muster kreiert hat, aufgefallen. Als wir schließlich beim letzten Pegel ankamen, fiel uns etwas seltsames Braunes auf einem Vogelnest auf. Dieses Etwas ist dann, als es uns auch bemerkte, aufgesprungen und hat angefangen in den Bäumen zu kletterten. Nach einiger Recherche sind wir uns ziemlich sicher, dass wir da einem Baummarder über den Weg gelaufen sind.

Die zweite Tour ging am Mittwoch ins Kaltenhofer Moor und nach Schmoel. Mit dabei war auch ein Freund und FÖJler Kollege, der uns für die Pegelmessung begleitet hat. An manchen Stellen wurde es echt Matschig und Nass, sogar der Weg war teilweise überflutet. Doch mit unseren Gummistiefeln waren wir gut ausgestattet und hatten Spaß dabei einen Weg durch den Matsch zu finden. Gefunden haben wir außerdem noch einige Moorbeeren aus dem letzten Jahr. Zum Schluss bewunderten wir im Brackwasserbiotop Schmoel die Muster, die das Wasser in den Strand schleift und teilten uns ein Küchlein.

Und zuletzt am Freitag ging es ins Königsmoor und Hartshoper Moor. Auf dieser Tour hatten wir öfters Probleme damit alle Pegel zu finden, aber dieses Mal haben wir alle sogar fast auf Anhieb gefunden. Und sogar noch mehr, von dem Ausblick über eine ganze Gruppe an Schwänen bis zu einem Zauberstab aus abgebrochenem Rohrkolben für mich.

Aber wir waren nicht nur in den Mooren unterwegs. Am Dienstag fuhren wir mal wieder nach Nordoe um die Wildtierkameras, der Eichelhäherkästen, zu überprüfen. Und es gibt gute Nachrichten: die Kameras haben einige Bilder mit Eichelhähern geschossen und die Eicheln sind sichtbar weniger geworden, was vermuten lässt, dass die Kästen ganz gut angenommen werden.

Und damit liegt schon wieder eine wirklich tolle Woche hinter uns, aber auch nächste Woche haben wir spannende Sachen vor. Darauf freue ich mich schon. Nun aber erstmal Tschüss und bis nächste Woche!

Scannen, Briefmarken kleben und Flächen anschauen

Hallo ihr lieben,

mal wieder kann ich euch von einer weiteren Woche in der Stiftung erzählen. Da Henrik noch im Urlaub ist, war ich die letzten Tage alleine in der Stiftung und habe mich vor allem um anstehende Aufgaben gekümmert. Zum Beispiel habe ich ein Paket mit Laichkäfigen verschickt, viele Briefmarken verklebt und mindestens genauso viele Sachen eingescannt.

Zwischendurch habe ich die Zeit genutzt, um an meinem FÖJ-Projekt weiterzuarbeiten. Dabei plane ich Infomaterial für unseren Träger zu erstellen und dafür verschiedene FÖJler*innen zu interviewen und zu fotografieren. Zunächst musste ich mir ganz viele Gedanken machen, wie genau ich das umsetzten möchte und planen, wie ich die verschiedenen Freiwilligen besuche.

Diese Woche habe ich dann mit einem Besuch im Heimatbund angefangen. Dort macht ein guter Freund von mir sein FÖJ. Das Interview und das Fotografieren hat sehr viel Spaß gemacht und mir dabei geholfen, zu schauen was ich bei kommenden Besuchen besser machen kann. Während das Interview super lief, hatte ich an dem sehr dunklen und windigen Tag zum Beispiel Schwierigkeiten ein gutes Portrait aufzunehmen. Vielleicht muss ich das sogar wiederholen. Aber das ist vollkommen okay, da eins meiner persönlichen Ziele des Projekts auch ist mich in der Fotografie zu üben.

Ein weiteres Highlight der Woche war das Besichtigen von zwei Flächen mit einer Kollegin, die diese in ihrem Projekt wiedervernässen wird. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht dabei zu sein und ich habe viel Neues gelernt. Wenn es sich ergibt, kann ich bei weiteren Erkundungen und Prüfungen der Fläche auch wieder dabei sein. Das fände ich sehr schön.

Insgesamt hat es sehr gut getan wieder an der frischen Luft zu sein. Wir freuten uns beide über verschiedene Naturfunde - am meisten jedoch über einen Raubwürger, den wir mit einem Fernglas beobachten konnten. Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter und konnten zum Schluss das warme Licht der immer tiefer werdenden Sonne genießen.

Nächste Woche ist wieder Henrik mit dem Erzählen dran. Ihr könnt euch auf jeden Fall schon drauf freuen von vielen Außenterminen zu lesen!

Das dritte Seminar

 

Hallo ihr Lieben,

mal wieder ist die Zeit viel zu schnell vorbeigeflogen und hinter Henrik und mir liegt nun schon unser drittes Seminar. Da Henrik sich momentan noch in seinem Urlaub ausruht, erzähle ich euch vom Seminar. Spoiler vorweg: Es war wieder sehr schön!

Das Seminar hat dieses Mal in Schülp bei Nortorf stattgefunden. Unsere Unterkunft war die Villa eines ehemaligen Besitzers des Torfwerks, welches gleich nebenan stand. Irgendwie ironisch, dass wir FÖJis an diesem Ort über Politik und Wirtschaft diskutiert und unsere eigenen Utopien entworfen haben. Das Vorbereitungsteam, zu dem auch Henrik gehörte, hat sich viele Gedanken gemacht, wie wir mit vielen Spielen über die eher trockenen Themen lernen können. Es hat dadurch sehr viel Spaß gemacht. Wesentlicher Bestandteil der Woche war, dass wir in Kleingruppen einen kleinen Inselstaat erschaffen sollten und dabei das Neugelernte mit einbeziehen konnten.

Meine Gruppe hat versucht unsere Insel möglichst realistisch zu erfinden. Viele Fragen zum politischen und wirtschaftlichen System, sowie der Infrastruktur, konnten wir gut und schnell lösen, aber am Ende hatten wir doch einige Probleme übrig. Zum Schluss haben wir unsere Insel mit Wasserfarben visualisiert – das hat besonders viel Spaß gemacht.

Ansonsten waren wir als Seminargruppe noch im Großen Moor, ganz in der Nähe der Pegel, die Henrik und ich sonst immer messen. Nach einer kurzen Führung hatten wir einen Arbeitseinsatz, bei dem wir eine Fläche entkusselt haben. Die Exkursion und die ganze Woche, war sehr verschneit und kalt. Aber irgendwie hat das gut zum Charm des Ausflugs gepasst.

Insgesamt war die Woche für mich sehr entspannt, weil ich im Gegensatz zum letzten Seminar nichts vorbereiten musste. Stattdessen konnte ich die Zeit mit den anderen FÖJis genießen. Wir haben viel geredet bis tief in die Nacht, waren oft im Schnee spazieren und haben zusammen viele Spiele gespielt. Ich werde die vielen tollen Momente vermissen.

Das nächste Seminar wird wieder ganz anders aussehen, denn es findet auf Segelschiffen statt. Unsere Seminargruppe ist dabei auf unterschiedliche Boote verteilt. Darauf bin ich schon sehr gespannt. Doch zunächst freue ich mich auf die Zeit in der Stiftung.

Bis dann!

Zurück in der Stiftung

Hallo ihr Lieben,

ein neues Jahr und eine neue Woche haben beggeonnen – Henrik und ich sind nach unserem Urlaub zurück in der Stiftung. In den ersten drei Tagen wendeten wir uns Aufgaben im Büro zu. Ganz oben auf der Liste stand das Schreiben unseres Zwischenberichts. Kaum zu glauben, dass das FÖJ schon fast zur Hälfte vorbei ist. Ich hatte beim Schreiben ziemlich viel Spaß. In den letzten Monaten ist sehr viel passiert, jetzt hat es gut getan das Erlebte so ein wenig ordnen zu können.

Geschrieben habe ich auch zwei Steckbriefe für den Social Media Kanal der Stiftung. Dabei habe ich den Braunbrustigel, das Tier des Jahres, und den Schopftintling, den Pilz des Jahres, vorgestellt. Auch diese Aufgabe hat mir sehr gefallen. Schaut gerne mal bei den Posts der „Arten“ des Jahres vorbei. Sie sind alle sehr spannend!

Außerdem habe ich auch ein wenig für das Projekt, das wir mit den Azubis unternommen haben, recherchiert. Ich bin gespannt was daraus wird. Ihr werdet natürlich noch alles mitbekommen!
Ansonsten haben Henrik und ich uns noch ein wenig um die Garage gekümmert, leere Kartons entsorgt und Flyer-Sets für eine Kollegin zusammengestellt.

Donnerstag und Freitag waren wir dann im Außendienst. Als erstes ging es in die Nähe von Husum, um dort Fledermauskasten zu kontrollieren. Um diese zu finden, haben wir im Voraus eine Einleitung für ein Tablet mit den nötigen Koordinaten von unserer GIS-Abteilung erhalten. Der Kollege hat uns noch ein bisschen Hintergrund wissen dazu mitgegeben, das fand ich sehr spannend. Die Aufgabe an sich war schnell erledigt, nun müssen wir die Kontrolle nur noch dokumentieren.

Am Freitag waren wir dann zum Pegelmessen im eingefrorenen Kaltenhoffer Moor. Das Gebiet komplett vereist zu sehen war echt faszinierend. In den Fotos, die wir gemacht haben, kann man kaum erkennen, wie schön es tatsächlich war. Übrigens haben wir dieses Mal nur einen einzigen Pegel nicht ablaufen können. Im Nachhinein haben wir noch die Latte in Schmoell abgelesen.

Nächste Woche steht schon unser drittes Seminar an. Henrik hat es mit vorbereitet und ich bin schon sehr gespannt, wie es wird. Er wird euch bestimmt viel davon erzählen.
Bis dann!

Nordoe, Weihnachten und Urlaub

Hallo ihr Lieben,

Henrik und ich verbringen unsere letzte Stiftungs-Woche dieses Jahr zum Teil im Büro und zum Teil auf Außenterminen. So waren wir zum Beispiel wieder in Nordoe und kümmern uns an zwei Tagen um verschiedene invasive Arten. Ansonsten verläuft die Woche aber sehr ruhig und Henrik und ich freuen uns auf unseren Urlaub.

Zurück kommen wir beide nach der ersten Januarwoche. Ziemlich bald danach steht auch schon das dritte Seminar an, das ja unter anderem von Henrik sehr tüchtig vorbereitet wird. Ich bin schon ganz gespannt.
Henrik und ich freuen uns schon beide auf das neue Jahr in der Stiftung. Mal sehen, was wir noch alles erleben werden.

Wir wünschen euch schöne Feiertage und einen guten Jahreswechsel!

Bis dann.

Nordoe, Rosa Rugosa und Highlands

Moin!

Und schon schreibe ich meinen letzten Bericht in diesem Jahr, für mich fühlt sich das noch surreal an. In etwa einer Woche ist Weihnachten und nach unserem Urlaub ist schon 2024. Aber das komischste von all dem ist, dass wir jetzt schon viereinhalb Monate bei der Stiftung sind. Das habe ich irgendwie gar nicht bemerkt, weil wir immer wieder neues machen und selbst wenn wir in den gleichen Flächen unterwegs waren (z.B. unsere Moortouren) sahen die nie genau gleich aus. Am Anfang sind wir noch durch blühende Moorheide und saftig grüne Landschaften gelaufen, dann kam das Braun des Herbsts mit seinem ganz eigenen Charm und zuletzt durften wir durch wunderschöne Schneedecken laufen.

Nun ist der Schnee leider geschmolzen, aber auch ohne die Aussicht auf schneeweiße Landschaften waren wir fleißig in den Flächen. So waren wir diese Woche gleich zweimal in Nordoe, zuerst am Dienstag um Teiche zu entkusseln. Die Teiche wurden auch schon von der Stiftung angelegt, damit es Amphibien leichter haben sich dort anzusiedeln und zu leben. Ebendiese Teiche drohten nun aber mit Tannen zuzuwachsen, was es den Tieren erschweren bis unmöglich machen würde zum Wasser zu kommen. Da kamen wir ins Spiel und zogen die Tannen, mit möglichst viel Wurzel (welche echt lang werden können) aus dem Boden und teilweise auch dem Teich. Alleine waren wir dabei natürlich nicht, sondern haben auch nur mitgeholfen und hatten sogar moralische Unterstützung durch die Highland Rinder. Die, mal abgesehen von den beeindrucken Hörnern, echt knuffig aussehen und sehr neugierig sind.

Mindestens ebenso süß wie die Highlands sind auch die Rehe, welche die Wildtierkameras an den Eichelhäherkästen aufgezeichnet haben. Leider waren noch keine Bilder von Eichelhähern dabei, als wir die Kameras am Dienstag überprüften.

Das zweite Mal waren wir am Freitag in Nordoe. Für einen Pressetermin, auf dem die Häherkästen vorgestellt wurden. Ich fand den Termin sehr gut gelungen und freue mich schon darauf hoffentlich mal den Artikel zu sehen. Natürlich haben die Highlands auch ein bisschen die Show gestohlen.

Am Donnerstag dann ging es noch an den Sehlendorfer Binnensee. Dort waren wir schon einmal als einer unsere ersten Außeneinsätze, weshalb es interessant war zu sehen was sich verändert hat und was gleichgeblieben ist. Eine Sache die sich leider wahrscheinlich nie ganz ändert ist das Vorhandensein von Rosa Rugosa, Neophyt der extrem hartnäckig ist und aus kleinen Wurzelstücken noch austreiben kann, weshalb man immer wieder die neuen Pflanzen, so gut es geht, entfernen muss. Was auch der Grund für den Einsatz war. Es stand auch wieder eine Gruppe von Highlands auf der Fläche und sahen knuffig aus, aber es war natürlich auch Respekt geboten und man muss immer vorsichtig sein, wenn man mit solchen Tieren auf einer Fläche ist.

Die restlichen Tage waren mit Büroarbeit und Planung gefüllt. Wir haben mit den Azubis zusammen auch ein Projekt übertragen bekommen, über das wir euch wahrscheinlich noch einiges erzählen werden, aber das ist etwas fürs nächste Jahr, nur so viel: Es hat mit Mooren zu tun.

Von mir nun Herzliche Weihnachten und einen Guten Rutsch ins neue Jahr!

Henrik

Vom FÖJ erzählen, Sterne falten und durch den Schnee wandern

Hallo ihr Lieben,

eine weitere verschneite Woche liegt hinter uns. Obwohl Henrik und ich aufgrund des Wetters wieder einige Außentermine absagen mussten, konnten wir die gesamte Woche mit sehr viel Abwechslung füllen.

Gleich am Montag startete ich meine Woche ganz anders als sonst. Statt wie üblich zu Stiftung zu fahren, habe ich den Bus zu einer Schule in Kiel genommen. Dort habe ich vor einer 10. Klasse über das FÖJ gesprochen und den jungen Schüler*innen das Freiwillige Jahr ans Herz gelegt. Geplant war, dass ich die Vorstellung mit einer befreundeten FÖJlerin übernehme, doch die war leider krank und so habe ich die Schulklasse alleine besucht. Zunächst war ich sehr nervös, doch das legte sich relativ schnell. Da ich nun mal selbst sehr überzeugt vom FÖJ bin, fiel es mir ziemlich leicht meine Begeisterung weiterzugeben. Und ich freue mich darauf, es in Zukunft noch öfter machen zu können.

Doch nicht nur wegen des Schulbesuchs war der Montag etwas anders, sondern auch, weil die Weihnachtsfeier der Stiftung anstand. Zusammen mit so vielen Kolleg*innen zu quatschen und lecker zu essen hat echt Spaß gemacht. Gefreut hat mich auch eine FÖJlerin aus Hamburg von den Wilden Weiden wiederzutreffen. Wir hatten uns sehr kurz auf einer meiner Infostände kennengelernt und hatten diese Woche endlich die Möglichkeit uns mal länger zu unterhalten.

Ich freute mich auch am Dienstag mit Henrik das verschneite Kaltenhofer Moor zu besuchen. Tatsächlich haben wir stolze zwei von fünf Pegeln unter der dicken Schneedecke gefunden. Einer der Pegel war unterhalb einer Eisschicht versteckt, die wir erst aufbrechen mussten. Bei vielen allerdings hatten wir keine Chance. Die kleine Wanderung haben Henrik und ich allerdings sehr genossen. Im kalten Weiß konnten wir viele verschiedene Spuren entdecken – wobei unsere eigenen zum Ende unseres Rundgangs gar nicht mehr sichtbar waren.

Unterwegs schreckten wir ein zwei Hasen auf, die flink davonrannten. Auch den Dammhirschen sind wir wieder begegnet. Der Schnee fiel schon ziemlich dicht, als wir die Tiere zwischen Birken entdeckt hatten. Gute fünf Minuten stand uns die Herde gegenüber, reckte teils ihre majestätischen Geweihe und starte uns einfach an, bevor sie sich weiter auf den Weg durch das Moor machte. Über den weißen Ästen flogen Gänse vorbei, überall gab es etwas zu entdecken. Mehrmals musste ich meinen dampfenden Atem anhalten, so schön war es.

Nach Schmoel ans Meer haben Henrik und ich es im Anschluss nicht mehr geschafft. Wir haben uns aufgrund des vielen Neuschnees dagegen entscheiden, die Strecke zu bewältigen.

Zurück im Büro verbrachten wir einige Tage mit Origami. Henrik brachte mir nämlich bei, wie sogenannte Bascetta Sterne gefaltet werden. Wir machten es uns schnell zur Aufgabe, die Stiftung mit noch mehr Winterdeko zu füllen und hatten sehr viel Spaß dabei.

Doch nach vielen gefalteten Sternen waren Henrik und ich am Donnerstag sehr froh, wieder ins Moor zu fahren. In dichten Nebel und mit immer noch sehr viel Schnee um uns herum, fuhren wir ins Große Moor bei Dätgen. Dort folgten wir mehreren Hasenspuren zu den meisten unserer Pegel. Der Schnee reichte uns bis an die Kniekehlen und einige unserer Schritt wurden von knackenden Eisgeräuschen begleitet. Mittlerweile kennen Henrik und ich uns schon gut in den Mooren aus. Wir konnten also ziemlich sicher sagen, an welchen Stellen wir am besten durch den Schnee laufen konnten. Bei einigen Pegeln haben wir uns auch bewusst gegen das Aufsuchen entschieden, um unsere Sicherheit nicht zu gefährden. Der Anblick war auch in diesem Moor atemberaubend schön. Henrik und ich genossen einige Pausen zwischen Schnee und Heiden und freuten uns über frische Tierspuren in unseren grade erst entstandenen Fußabdrucken. Wir begegneten einer Maus, die kleine Spuren hinterließ, und drei Fasanen, die zusammen durch den Schnee watschelten.

Auch nächste Woche haben wir einige Außentermine, mal sehen, ob wir unsere Aufgaben gut erledigen können, sollte der Schnee doch noch länger liegen bleiben.

Bis dann!

Schnee, Basteln und Kekse

Moin!

Der Winter ist da! Sowohl meteorologisch als auch im wahrsten Sinne des Wortes. Und er bringt eiskalte Temperaturen mit sich, aber er hat die Landschaft auch in eine schneeweiße Decke gehüllt. Welche wunderschön ist, eine Menge Freude und Spaß bringen kann, aber einem auch ein Grund gibt sich ins Warme zu kuscheln.

Der so plötzliche Winter hat unsere Pläne für diese Woche, ebenso durcheinandergebracht wie verschönt. Er hat dafür gesorgt, dass wir leider nicht in die Flächen konnten, da der Schnee es kaum möglich machen würde etwas dort zu machen. Aber auch hier in der Stiftung hatten wir eine echt tolle Woche und eine Menge Spaß.

Natürlich haben wir erstmal am Morgen beim Schnee schaufeln geholfen. Der Schnee war aber schnell wieder da, weil es immer weiter geschneit hat. Ich glaube das hat keinen wirklich gestört, wenn man den Ausblick aus unseren Büros beachtet. Dem Schnee zuzugucken, wie er in unseren Stiftungsgarten fällt könnte zumindest ich stundenlang. Aber nach etwas notwendiger Büroarbeit haben wir es nicht mehr drinnen ausgehalten und sind in den Garten um den besten Schneemenschen der Gegend zu bauen. Darf ich vorstellen: Kornrade! Leider war die Konstruktion von Kornrade nicht ideal, denn er hat bereits seinen Platz als bester Schneemensch wieder frei gemacht.

Des Weiteren haben wir am Freitag noch Weihnachtsdeko mit den Azubis für den Besprechungsraum gebastelt, damit auch dort die weihnachtliche Stimmung ankommt. Auch hat es im Altbau sehr gut gerochen, weil wir nicht nur Basteln waren. Wir waren auch backen und haben natürlich mit den Azubis einige Kekse gemacht.

Der Rest der Woche war ruhiger und mit Vorbereitungen für das Basteln und zumindest für mich auch das nächste Seminar gefüllt. Doch nächste Woche geht es hoffentlich für uns wieder hinaus in die Flächen. Ich freue mich schon darauf zu sehen wie schön die Moore aussehen werden.

Bis nächste Woche!

 

Saatgut, Eicheln und eine Dokumentation

Hallo ihr Lieben,

diese Woche war ich alleine in der Stiftung, da Henrik krankgeschrieben wurde. Dadurch haben wir auch einige Außentermin in die nächsten Wochen verschoben – ich war also vor allem, aber nicht nur, im Büro und erzähle euch jetzt mal von meinen Highlights der Woche:

Dazu zählen unter anderem zwei Außentermine, bei denen ich dabei war.

Gleich am Montag nach dem Jour Fix konnte ich mit Jane und Jannis nach Kassee, um dort einige Aufgaben zu erledigen. Wir haben auf einer Fläche, auf der Weißdorn gemulcht wurde, Saatgut verteilt und Eicheln gesetzt. Das alles bei wunderschönen Wetter, beziehungsweise es hat einfach mal nicht geregnet.

Auch bei meinem zweiten Außentermin blieb es (überraschenderweise) fast trocken. Zusammen mit Nicole und Karin war ich in Nordoe. Am Vormittag konnte ich bei einer Besprechung der geplanten Waldumbaumaßnahmen dabei sein. Mich hat es sehr interessiert, welche Aspekte bedacht werden mussten und wie die Planung insgesamt abläuft. Nachmittags haben Karin, Nicole und ich noch die Eichelhäherkästen aufgestellt. Dazu mussten wir zunächst geeignete Stellen und Stümpfe ausfindig machen und die Kästen anbringen. Ich glaube, wir sind alle gespannt, ob unser Angebot an Eicheln tatsächlich von den Vögeln angenommen wird. Schade, nur dass Henrik nicht dabei sein konnte…

Am Mittwoch habe ich mit einigen Kolleg*innen die Dokumentation „Die toten Vögel sind oben“ geschaut. In dem Film wird an das Werk des Landwirten und Naturfotografen Jürgen Friedrich Mahrt erinnert. Mich hat der Film sehr beeindruckt. Die Fotos von Mahrt wurden hervorragend in Szene gesetzt. Auch sie selbst sind faszinierend – ich habe sie sehr bewundert. Vor allem, da sie schon zu Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden sind.

Ich hoffe, dass Henrik nächste Woche wieder dabei sein kann und euch von all den spannenden Dingen erzählen wird, die wir nächste Woche erleben werden.

Bis dann!

Zaunbau, Naturschutztag und Büroarbeit

Moin!

Der Herbst hat diese Woche voll zugeschlagen. Während es gefühlt dauerhaft regnet, einem der Wind um die Ohren pfeift und die Temperaturen nicht über 10° steigen wollen. Gibt es doch unglaublich schöne Orte zu sehen und Dinge zu erleben, wenn man dem Wetter trotzt.

So haben wir direkt am Montag dieser Woche das Glück gehabt zusammen mit Maria, eine der Stiftungswächter*innen der Stiftung, nach Holnis zu fahren. Dort reparierten wir einen durch die letzte Sturmflut beschädigten Zaun. Holnis ist eine Halbinsel und die wohl nördlichste Spitze Deutschlands in der Ostsee. Der Ausblick und die Insel an sich sind, vielleicht zu dieser Zeit erst recht, etwas was ich sehr schön fand und genossen habe. Nun waren wir aber nicht nur zum Entspannen auf der Halbinsel, wir haben auch einen Zaun, der schon teilweise komplett umgekippt war, wiederaufgebaut. Zum Glück konnten wir dafür die noch vorhandenen Holzpfosten und Bretter nehmen, auch wenn einige rostige Schrauben uns Probleme gemacht haben. Der Zaun sieht jetzt wieder richtig gut aus und wir sind auch gerade schnell genug fertig geworden, um nicht in den Regen zu geraten.

Das war leider am Dienstag anders, da hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir wollten nämlich die Eichelhäherkästen in Nordoe aufbauen, aber durch die starken Winde und das schlechte Wetter allgemein war es zu gefährlich und auch nicht angenehm. Doch wir bleiben zuversichtlich, dass wir es nächsten Dienstag endlich schaffen die Kästen aufzustellen, drückt uns die Daumen für gutes Wetter!

Aber Naturschutz findet auch nicht nur draußen statt. Ein gutes Beispiel hierfür ist der 27. Naturschutztag, der am letzten Donnerstag dem 16.11 stattgefunden hat. Ich bin mir sicher viele von euch haben schon von ihm gehört oder waren sogar vor Ort mit dabei. Susanna und ich waren auch dort und haben uns die sehr interessanten Vorträge über den Naturschutz und die Nationalparks Deutschlands im genaueren anhören können. Es gab aber nicht nur die Vorträge, sondern auch viele verschiedene Infostände, die das Ganze noch interessanter gemacht haben.

Die Stiftung Naturschutz hatte natürlich auch einen Infostand dort, mit einer echt coolen Wand, welche so ausgesehen hat als wäre sie aus Waben. Diese wurde, wie auch der gesamte Infostand, schon am Tag davor aufgebaut, wo wir mithalfen und somit auch am Mittwoch in den Holstenhallen waren.

Nach dieser lehrreichen und schönen Woche geht es nun ins Wochenende, aber ich freue mich auch schon auf die nächste Woche!

Moortouren, Gebietskontrollen und Aufkleber

Hallo ihr Lieben,

schon wieder ist eine weitere Woche um. Man hat kaum gemerkt, wie schnell die Zeit seit dem wir angefangen haben vergangen ist.

Wobei…, wenn Henrik und ich jetzt im Moor stehen, merken wir es doch. Denn fast schleichend sind die Bäume nun nicht mehr grün, sondern orange, gelb und rot. In einigen Fällen sind sie sogar ganz kahl. Ich fühle mich wohl zwischen den ganzen Farben und kann von dem wunderschönen Ausblicken nicht genug kriegen. Wenn ich dann zwischendurch mit Henrik einen (Fliegen)Pilz entdecke, freue ich mich umso mehr. Auch das Vorbeihuschen des Damwilds und das Vorbeifliegen der Zugvögel am grauen Himmel, führen zu diesem unbeschreiblichen Herbstgefühl.

Ganze drei Tage haben Henrik und ich diese Woche draußen verbracht. Als erstes waren wir im Königs- und im Hartshoper Moor. An vielen Stellen stand uns das Wasser dort knöchelhoch. Wir mussten außerdem immer wieder Umwege gehen, um sicher über Gräben zu kommen. Trotzdem waren wir dabei ziemlich schnell mit allen Pegeln durch.

Am nächsten Tag waren wir zusammen mit einer unserer Praktikantinnen im Kaltenhoffer Moor bei Stodthagen. Henrik und ich haben uns kaum zurechtgefunden, denn plötzlich war alles so licht, sodass man viel weiter schauen konnte, als zuvor. Vor allem hier haben wir viel Damwild angetroffen. Bevor wir dann nach Schmoel gefahren sind, haben wir noch einen Rundgang gemacht, damit die Praktikantin mehr von dem Gebiet sehen konnte. In Schmoel fing es dann an zu regnen, wir wurden ein klitzekleines bisschen nass, wurden dann aber mit zwei Regenbögen über der Ostsee belohnt.

Bei unserem dritten Außendienst waren wir zusammen mit Nicole und Kerstin vom Flächenmanagement in Nordoe. Uns wurde das Gebiet gezeigt, während wir zusammen einigen Gebietskontrollen nachgingen. Nordoe war bis 2006 ein Übungsplatz der Bundeswehr, nun ist es ein Naturschutzgebiert mit vielen Rote-Liste-Arten. Der Tag war etwas verregnet und dunkel, erst am späten Nachmittag kam die Sonne heraus. Wir konnten uns aber zwischendurch an den Galloway Rindern erfreuen.

Ansonsten verbrachten wir unserer Zeit im Büro damit Briefmarken und 45-Jahre-Sticker zu verkleben. Mal wieder länger im Warmen und Trockenen zu sein, hat auch gut getan.

Nächste Woche sind Henrik und ich wahrscheinlich wieder in Nordoe unterwegs. Diesmal um unsere Eichelhäherkästen aufzubauen. Ich bin gespannt, wie sie von den Vögeln aufgenommen werden.

Garage und Moore

 

Moin!

Wie schnell eine Woche doch vorbeigehen kann. Erst recht, wenn sie nur drei Tage hat und der eine Tag sich wie ein Spaziergang anfühlt.

Susanna und ich waren diese Woche beide am Brückentag und Feiertag nicht da. Weshalb sich, zumindest für mich, diese Woche sehr kurz anfühlte. Und weil wir auch letzte Woche unser zweites Seminar hatten, war der Mittwoch zum aufholen erstmal ganz praktisch. Vielmehr ist an dem Tag auch nicht passiert, ich habe nur noch die zweite Schicht Lasur auf die Kästen aufgetragen, damit diese auch etwas länger im feuchten Wald halten.

Donnerstags haben wir endlich mit der Garage weitergemacht und mit Hannah zwei Regale aus dem Keller geholt und im Nebenraum der Garage aufgebaut. Dann sortierten wir die Gebietsflyer, von denen wir viel zu viele und auch noch Veraltete hatten, in die Regale hinein.

Zum Schluss der Woche war mal wieder Pegelmessen angesagt. Diesmal im Großen Moor und im Dosenmoor. Es war ein sehr schöner Tag im Moor, da der Herbst jetzt voll angekommen ist und seinen ganz eigenen Charme mitbringt. Aber natürlich bin ich mal wieder voll ins Nasse getreten und durfte mit einem nassen Fuß herumlaufen. Nichtsdestotrotz war es sehr schön und entschleunigend.

Das war unsere sehr kurze Woche, nächste Woche geht es dann weiter mit den Pegelmessungen, aber darüber wird euch Susanna erzählen.

Bis dahin, Tschüss!

Das 2. Seminar

Hallo ihr Lieben,

eine weitere Woche ist um und nun liegt auch schon das zweite FÖJ-Seminar hinter Henrik und mir.

Als Teil der Vorbereitungsgruppe, habe ich mich in den letzten Wochen um verschiedene Aspekte der Seminarvorbereitung gekümmert. Zu acht und mit Unterstützung unserer zwei Betreuerinnen haben wir viele Ideen entwickelt und mindestens genauso viel geplant. Keine von uns hatte zuvor eine solche Woche durchgeplant. Ich fand es umso schöner, wie wir alle etwas beitragen konnten und unsere Ideen und Fähigkeiten sich gut ergänzt haben. Insgesamt waren wir etwas nervös und gespannt, wie unsere Programmpunkte bei den anderen FÖJler*innen in unserer Seminargruppe ankommen.

Wir haben uns für die Themen Konsum und Nachhaltigkeit entschieden und in der Woche umgesetzt. Als Vorbereitungsteam war es uns dabei wichtig eine gute Mischung aus praktischen Elementen, inhaltlichen Einblicken und Spielen für die Gruppendynamik zu finden. Im Vorfeld haben wir uns auf gemeinsame Spiele und atmosphärische Aspekte geeinigt und uns laufend miteinander abgesprochen. Dafür haben wir sehr gutes Feedback bekommen. Während des gesamten Seminars haben wir uns gegenseitig gut unterstützt und viel Mut zugesprochen. Es hat total viel Spaß gemacht, teil des Teams zu sein.

Zu den Programmpunkten, an denen ich beteiligt war, zählte unter anderem ein inhaltlicher Einstieg in die Geschichte des Konsums, ein Stick-Workshop und eine Exkursion in die Wikingersiedlung Haithabu. Insgesamt war ich zum Schluss echt zufrieden, wie alles gelaufen ist – natürlich gibt es trotzdem Punkte, die noch hätten besser laufen können. Das Schöne an der Seminarvorbereitung ist aber, dass man sehr viel lernt und am Ende mitnimmt, wofür man sonst keine Gelegenheit hat. Zum Beispiel musste ich viel mit dem Museum absprechen und insgesamt auch ein Gefühl für die Gruppe entwickeln, beides hat gut geklappt.

Die Seminarvorbereitung war im Voraus und auch während des Seminars sehr zeitintensiv. Deswegen haben wir, Vorbereiterinnen, auch die freie Zeit mit den anderen FÖJler*innen sehr genossen. Es gab Brettspiele, einen Vorleseabend und am letzten Abend auch ein Lagerfeuer. Unsere Seminargruppe ist echt gut zusammengewachsen.

Die Woche kam mir insgesamt viel zu kurz vor. Irgendwie bin ich aber doch erleichtert, dass ich in den nächsten Seminaren keine Aufgaben mehr übernehme und meinen Teil schon getan habe. Ich bin sehr gespannt, wie die weiteren Seminare werden. Im Januar findet das Dritte statt, bei dem Henrik bei der Planung mithilft.

 

Sturm, Eicheln und Müll

Moin!

Was ein turbulentes Ende für eine schon windige Woche. Heute und für das Wochenende gibt es sogar Sturmflutwarnung für die Ostseeküste und später noch Winde in Orkanstärke. Glücklicher Weise haben wir für heute nur im Büro zu tun, in die Flächen zu gehen wäre nämlich jetzt viel zu gefährlich. Ich hoffe ihr könnt auch im warmen Sitzen und müsst nicht irgendwo draußen sein.

Die Woche war aber auch schon vorher Windig für den Donnerstag zum Beispiel hatten wir eigentlich geplant mitzuhelfen Traubenkirschen von einer Stiftungsfläche zu entfernen. Diese sind nämlich Neophyten und eine invasive Art, weshalb sie nicht auf Stiftungsland stehen sollen. Nun war es leider gestern auch schon stürmisch und so wurde entschieden die Aktion zu verschieben, weil sie nicht nur etwas gefährlich, sondern sehr unangenehm geworden wäre.

Stattdessen sind wir mit Wim, einem Kollegen aus dem Flächenmanagement, Müll weggefahren und haben weiter an den Kästen für unser Eichelhäher Projekt gewerkelt.

Für dieses Projekt waren wir auch am Mittwoch unterwegs. Wir waren mal wieder in Nordoe um Eicheln zu sammeln. Dieses Mal aber hatten wir eine Menge Verstärkung mit. Ein großes Dankeschön an alle die uns geholfen haben. Wir waren ruckzuck fertig und einige haben noch einen Spaziergang gemacht auf dem sie eine Menge interessanter Pilze gefunden haben.

Am Dienstag haben wir wieder Müll wegebracht und angefangen die Garage auszumisten. Leider hat der Wertstoffhof zu dem Zeitpunkt als wir da waren kein Styropor angenommen, weshalb wir nicht alles an Müll entsorgen konnten. Aber die Garage sieht jetzt schon viel ordentlicher aus.

Montags war nur Susanna in der Stiftung und hat Vorbereitungen für unser nächstes Seminar gemacht.
Diese organisieren wir mit Hilfe unsere Teamer nämlich selber in den Seminargruppen und Susanna macht bei dem wo wir schon nächste Woche sind mit. Ich freue mich schon darauf. Auch weil ich noch fast keine Ahnung habe was uns erwartet.

Heute sind wir wie schon erwähnt auch nur im Büro und erledigen noch dies und das an Büroaufgaben und werkeln an den Kästen weiter.

Damit ist eine weitere „turbulente“ Woche fast zu schnell um. Bis übernächste Woche in der euch Susanna erzählen wird was wir so auf dem Seminar gemacht haben.

Messen, Planen und Pflanzen

Hallo ihr Lieben,

so langsam wird es wieder herbstlicher. Die Tage werden kürzer, mehr Regen kommt aus den Wolken und morgens kann man sogar schon den eigenen Atem sehen. Perfektes Wetter, um in eine warme Decke gekuschelt Tee zu trinken. Auch perfektes Wetter, um durch ein nebliges Moor zu stapfen und nach Pegeln zu suchen.

Das Zweite haben Henrik und ich gleich am Montag gemacht. Wir fuhren ins Königsmoor. Es war verregnet, dunkel und stimmungsvoll. Ein bisschen so, wie man sich Moor nun mal vorstellt, wenn man nicht an weite blühende Heidenlandschaften denkt. Zwischen den Binsen sind wir vielen Fröschen und Schnecken begegnet. Doch so schön dieses Gebiet auch ist, von den drei Moortouren, die wir monatlich abgehen, ist das Königsmoor mit Abstand die anstrengendste. Ständig müssen wir durch Gebüsche schleichen und uns vor nassen Schilfflächen hüten. Am Ende des Tages waren wir beide komplett nass, etwas kalt und sehr müde. Trotzdem sind wir mit einem guten Gefühl zurück zur Stiftung gefahren, denn wir haben deutlich gemerkt, dass wir alle Pegel viel schneller gefunden haben, als bei den letzten Malen.

Auch am Dienstag waren wir nach ein paar Büro-Aufgaben wieder unterwegs. Diesmal jedoch mit vielen Kolleg*innen. Im Rahmen der Sommerakademie, also internen Fortbildungen, haben wir die Klimafarm besucht. Die Klimafarm ist ein Projekt der Stiftung, bei dem nach Möglichkeiten gesucht wird, Moorbodenschutz mit landwirtschaftlicher Bewirtschaftung in Einklang bringen. Von den dortigen Kolleg*innen wurden wir in die Arbeit auf der Klimafarm eingeführt und konnten eine Hofführung, sowie ein leckeres Buffet, genießen.

Am Mittwochvormittag haben Henrik und ich im Stiftungsgarten für Stellenausschreibungen Model gestanden. Dafür saßen wir mit unseren Laptops draußen und wurden beim „Arbeiten“ fotografiert. Während Henrik dabei tatsächlich den Blog weiter schrieb, habe ich nur wild auf den Tasten herumgetippt. Ich bin gespannt auf die Fotos.

Nachmittags kümmerten Henrik und ich uns um die Vorbereitung einer Pflanzaktion für die Kieler Volksbank im Schwentinental. Es war ein bisschen schwierig 500 Pflanzen mit Werkzeug, das Pavillon mit Bierzeltgarnitur und Kaffee und Kuchen in die Autos zu packen. Nachdem alles einen Platz gefunden hat, fuhren wir in die Fläche, um zusammen mit Aiko vom Flächenmanagment aufzubauen.

Eine kurze Weile später kamen dann auch schon die Mitarbeitenden der Volksbank. Sie waren alle hoch motiviert und schnell dabei die vielen Schlüsselblumen in die Erde zu setzen. Henrik und ich halfen mit – pflanzen macht uns beiden sehr viel Spaß. Zwischendurch kümmerte ich mich um Fotos der Veranstaltung, mit denen ich zum Schluss sogar ganz zufrieden war.

Kaum angefangen, waren die 500 Pflanzen in der Fläche verteilt, die hochmotivierte Volksbank machte sich nach einer kurzen Kaffeepause auf den Rückweg. Aiko, Henrik und ich blieben erstaunt zurück und fingen an aufzuräumen. Es war ein sehr erfolgreicher Termin.

Den Donnerstag über, war Henrik alleine in der Stiftung. Er erledigte ganz viele Kleinigkeiten, zum Beispiel das Eintragen der Pegeldaten, die wir sonst zusammengemacht hätten.

Freitags waren wir dann wieder beide in der Stiftung. Über den Vormittag verteilt beschäftigten wir uns wieder mit vielen Büro-Aufgaben. Für mich stand dabei die Vorbereitung des 2. Seminars, das schon bald losgeht, im Vordergrund. Zum einen bin ich für eine Exkursion nach Haithabu verantwortlich, zum Anderen für einen inhaltlichen Programmpunkt über den Konsum in verschiedenen Zeitepochen. Beides ist sehr spannend und ich freue mich darauf, zu sehen, wie die Planungen aufgehen werden.

Die Woche schlossen wir mit eine Führung durch das wunderschöne Gebiet Stodthagen ab. Nicola hatte sich für die gesamte Medien- und Kommunikations-Abteilung Zeit genommen, einen kleinen Spaziergang mit ganz vielen Infos durchzuführen. Das Moor kannten Henrik und ich schon vom Pegelmessen. Dabei gehen wir allerding nur quer ein, umso schöner war es auch die tollen der Wanderwege kennenzulernen. Ein guter Abschluss der Woche.

Bis zum nächsten Mal!

 

Moore, Obstbäume und Zäune

 

Moin!

Es war auch diese Woche bei uns viel los, wir haben fast die ganze Woche draußen verbracht. Und auch diese Woche hatten wir viel zu tun.

Am Montag waren wir mit Merle, einer Auszubildenden in der Stiftung, im Kaltenhofer Moor. Dieses Moor finde ich persönlich sehr schön, da dort es dort viel Verschiedenes an Natur gibt. Wir haben dort die monatliche Pegelmessungen gemacht, was uns immer besser gelingt. Die Tour wurde noch besser dadurch, dass wir eine Menge Rotwild gesehen haben. Auch einen beeindruckenden Hirsch mit einem großen Geweih von ziemlich nah. Natürlich haben wir die Tiere aber in Ruhe gelassen und versucht sie nicht zu erschrecken.

Dienstag, der Tag der deutschen Einheit, haben wir einen Infostand gehabt. Der Standdienst war freiwillig und wir bekommen die Zeit, die wir beim Stand sind, auch als Freizeit wieder. Deshalb macht es uns auch nichts aus auch mal am Wochenende oder an Feiertagen zu arbeiten. Der Stand war auf einer Obstwiese in Elmshorn. Dort konnten alle Menschen, die wollten, hinkommen und so viel Obst von den Bäumen pflücken wie sie tragen konnten. Es war ein sehr angenehmer Infostand, denn wir konnten nicht nur selber auch ein paar Äpfel pflücken. Es waren auch zwei sehr nette Menschen von der Stadt da, welche die Obstwiesenaktion betreuten. Sie haben uns sehr geholfen den Stand aufzubauen und zu betreuen. Es war nur sehr windig, was zu dem Problem geführt hat, das uns der Pavillon wegfliegen wollte und wir ihn die ganze Zeit festhalten mussten.

Mittwochvormittags habe ich Pfähle für eine Zaunbauaktion am Freitag besorgt. Leider haben wir diese dann doch nicht benutzt, da wir sie nicht zu dem Ort des Zaunes transportieren konnten. Später am Tag, habe ich noch bei einer Pflanzaktion für die Volksbank mitgeholfen.

Pegelmessen war wieder am Donnerstag angesagt, ich war mit einem Freund, welcher sehr interessiert von der Arbeit der Stiftung ist, im Großen Moor und im Dosenmoor. Trotz des anfangendes Herbstwetters sind wir relativ trocken durchgekommen.

Den Freitag haben wir mitgeholfen in Kasseedorf einige Pflänzchen zu pflanzen und einen Zaun um andere Pflanzen zu bauen. Dies habe ich noch nie gemacht und fand es sehr interessant. Zuerst schlugen wir die Eckpfähle mit einem, schwerer als gedachten, Vorschlaghammer in den Boden. Dann steckten wir Plastikpfähle zwischen die Eckpfosten und führten die Litze, eine Art Band mit Metalldrähten um den Strom zu leiten, durch diese. Zum Schluss wurde noch die Batterie angeschlossen, was leider nicht so leicht war, da das Zaungerät, welches die Batterie mit dem Zaun verbindet, kaputt war.

Und damit bis nächste Woche!

LIFE Limosa

Hallo ihr Lieben,

eine abenteuerliche Woche liegt hinter Henrik und mir – denn wir waren auf einer Dienstreise.

In Breklum fand nämlich die Abschlusskonferenz des LIFE Limosa Projektes statt. Das elfjährige Projekt umfasste verschiedene Maßnahmen in ganz Schleswig-Holstein, um der Uferschnepfe und weiteren Vögeln einen verbesserten Lebensraum zu bieten. LIFE Limosa wurde mit EU-Mitteln gefördert, viele Akteure aus dem Umweltschutz waren daran beteiligt. Vom 27. – 28.09. trafen einige wieder zusammen, um einen Rückblick auf die gemeinsame Arbeit zu werfen. Auf dem Programm standen verschiedene Vorträge, ein Film und zwei Exkursionen.

Dafür waren am Montag noch viele kleine Vorbereitungen geplant. Henrik, dem es nicht gut ging, blieb zu Hause. Und so unterstützte ich Hannah und Julia, zwei unserer Azubis, und Gunnar, der für die Organisation verantwortlich war, bei verschiedenen kleinen Aufgaben. Durch die gute Planung im Voraus, war schnell alles erledigt und wir konnten uns auf die Abfahrt am nächsten Tag freuen.

Den Dienstagvormittag nutzten wir für die allerletzten Kleinigkeiten und fuhren dann aber schon nach Breklum los. Vorort hatten wir neben dem Auspacken noch keine Aufgaben, wichtig war vor allem, dass wir uns in das Hotel eingecheckt hatten. Nach einem gemeinsamen Abendessen verbrachten Hannah, Julia, Henrik und ich den Abend mit Uno spielen. Es wirkte fast wie eine Klassenfahrt.

Doch schon am nächsten Morgen ging es früh los. Wir bauten den Empfang auf, die Technik wurde geprüft und ehe wir uns versahen strudelten schon die ersten Gäste ein. Alle bekamen ein Namensschild und eine Tagungsmappe, bevor sie im Konferenzraum Platz nahmen.

Gunnar hatte mir die Aufgabe gegeben Fotos von der Veranstaltung zu machen. Das hat mich erst sehr gefreut, dann ein wenig überfordert und zum Schluss hatte ich ganz viel Spaß dabei. Beim Anschauen der Bilder am Freitag musste ich jedoch feststellen, dass ich beim Fotografieren von Veranstaltungen noch sehr viel Übung brauche. Wie gut, dass ich in der Stiftung hierfür viele Möglichkeiten haben werde.

Verantwortlich waren Hannah, Julia, Henrik und ich auch für die Kaffeepausen auf den beiden Exkursionen. Die erste fand im Beltringharder Koog statt - ein wunderschönes Gebiet. Ich fand es sehr spannend, der Exkursion zu folgen.

Abends startete dann das Filmprogramm. Hannah, Julia, Henrik und ich bereiteten die Snacks vor. Das waren ganz schön viele. Die Dokumentation zeigte das Leben einer Uferschnepfe in den Niederlanden und sorgte auch am Morgen noch für viele Gespräche.

Am letzten Tag der Konferenz wurde den Gästen ein Einblick in den Schutz der Uferschnepfen in den Niederlanden und Großbritannien gegeben. Außerdem folgte die zweite Exkursion. Dort war es sehr windig. Wir machten es uns zu viert auf einer Picknickdecke gemütlich und warteten auf die Gäste. Nachmittags packten wir wieder zusammen und fuhren nach Hause. Die Abschluss-Konferenz war ein großer Erfolg. Wir konnten uns zusammen mit Gunnar über viel Lob freuen.

Auch der Freitag gestaltete sich spannend. Anstatt nur in der Stiftung zu sein waren wir beim gemeinsamen Grillen für neue Mitarbeitende dabei. Zusammen mit der Geschäftsführung besuchten wir ein Wiesentgehege. Nach einer Planwagenfahrt wurde gemeinsam gegessen. Auch wenn das Wetter zum Schluss sehr nass war, war es ein schöner Nachmittag.

 

Bis zum nächsten Mal!

Eichelhäher-Kästen und Sommerakademie

Moin!

Und auch diese Woche hatten wir viel zu tun.

Der Montag war noch recht ruhig, wir haben den Vormittag in der Stiftung verbracht und Büroarbeit erledigt. Am Nachmittag dann sind wir zu einem Holzgeschäft gefahren, was nicht ganz so rund gelaufen ist, weil ich zuerst die Kundennummer der AUGL, für die wir das machen, herausfinden musste. Ich musste ca. 7 Menschen direkt oder indirekt fragen bis ich sie endlich hatte. Als wir da waren wussten wir auch noch nicht genau was wir an Material haben wollten und mussten nochmal zurück.

Am Dienstag bin ich mit einem konkreten Plan losgefahren und habe das was wir wollten besorgt. Besagtes Holz haben wir für Eichelhäher Kästen gekauft. Diese sollen für Waldumbaumaßnahmen eingesetzt werden, indem wir sie im Wald aufstellen und mit Eicheln füllen. Der namengebende Eichelhäher soll dann die Eicheln im Boden als Vorrat verstecken und vergessen, wodurch dann neue Bäume ganz natürlich entstehen können.

Am Mittwoch waren wir auf der Sommerakademie, die von der Stiftung veranstaltet wurde. Dort waren wir im Dosenmoor und haben eine kleine Einführung in die Welt der Hochmoore bekommen. Ich fand das sehr interessant, da wir an anderen Stellen im Dosenmoor waren als wir sonst sind und wir noch eine Menge gelernt haben. Später am Tag haben wir noch einen „Prototyp“-Kasten gebaut.
Der Donnerstag war von Besprechungen geprägt. Wir haben den bisher gebauten Kasten vorgezeigt, welcher als gut befunden wurde, aber wir hatten nicht genug Schrauben um die restlichen zu bauen und auch keinen Schutzlack für das Holz. Danach haben wir Informationen über die Abschlussveranstaltung von Life-Limosa, einem EU-Projekt, auf der wir nächste Woche sind, bekommen und haben bei den Vorbereitungen mitgeholfen. Ihr werdet höchstwahrscheinlich nächste Woche noch mehr Infos über die Life-Limosa Veranstaltung von Susanna bekommen. Zum Schluss hatten wir noch unser erstes FÖJ-Feedbackgespräch.

Den letzten Tag der Woche waren wir dann, mit anderen, die uns freundlicherweise geholfen haben, Eicheln für die Kästen sammeln. Wir haben es ein bisschen unterschätzt wie viele Eicheln wir sammeln müssen und hatten nach 4 Stunden zwar schon eine ganze Menge, aber wir mussten mindestens noch einmal sammeln gehen.

Und damit erstmal bis nächste Woche!

Eine abwechslungsreiche Woche

Hallo ihr Lieben,

die letzte Woche ging sehr schnell um, denn jeder Tag sah komplett anders aus.

Es fing mit einem entspannten Montag in der Stiftung an. Henrik und ich nahmen unteranderem weiterhin am Onboarding teil und lernten so den IT-Bereich kennen. Am Nachmittag kümmerten wir uns um Pflanzen, die von den Infoständen übriggeblieben sind. Sie werden im Stiftungsgarten eingepflanzt, damit sie dort weiterwachsen können. Henrik und ich haben uns gefreut, die Schaufeln diesmal zum Einbuddeln zu verwenden, anstatt zum Ausbuddeln. Dabei geschahen mir allerdings zwei kleine Missgeschicke. Zuerst verbog ich meine Schaufel und dann lehnte ich mich aus Versehen an eine Klette. Die etwa 20 kleinen Kletten hatten daraufhin eine wunderschöne Krone in meinen Haaren gebildet und ich war gut beschäftigt sie nach und nach wieder rauszuziehen.

Den Dienstag verbrachte ich mit weiteren FÖJlerinnen aus der Lila-Gruppe bei einem Vorbereitungstreffen für unser nächste Seminar. Im Voraus hatten wir uns auf das Thema Konsum und Nachhaltigkeit geeinigt. Auf dem Treffen haben wir viele Ideen gesammelt, Sachen geplant und Aufgaben verteilt. Dabei kamen wir sehr schnell voran und waren alle sehr motiviert. Ich bin schon gespannt, wie das Seminar den anderen FÖJler*innen gefallen wird.

Am Mittwoch fand dann der Betriebsausflug der Stiftung statt. Mit einem Schiff fuhren wir die Förde entlang. Mit vom Wind verwehten Haaren saßen wir auf dem Deck, tranken Kaffee und unterhielten uns gut mit vielen Kolleg*innen. Nach einem Mittagessen an Bord des Schiffes, genossen wir kleine Spaziergänge durch die Naturschutzgebiete Bottsand und Barsbeker See. Zurück auf dem Wasser freuten wir über ganz viel Kuchen, den Kolleg*innen gebacken hatten.

Henrik und ich verbrachten den darauffolgenden Donnerstag im Moor. Genauer genommen im Königsmoor und im Hartshoper Moor. Wir hatten mal wieder viel mit Spinnen zu kämpfen, die ihre Netzte im ganzen Gebiet weit aufgespannt hatten. Gut, dass weder Henrik noch ich Angst vor ihnen haben. Neben einem der Pegel machte ich eine wunderschöne Entdeckung, über die Henrik und ich uns sehr freuten: Auf einem Grashalm saß eine große dicke Raupe, die so gar nicht aussah, wie andere Raupen, die sonst zu sehen sind. Mit Hilfe der Bestimmungs-App „ObsIdentify“ fanden wir heraus, dass es sich dabei um einen mittleren Weinschwärmer handelte.

Für den Freitag hatte ich mir Zeitausgleich genommen, um außerhalb des FÖJs bei der Organisation des Globalen Klimastreiks in Kiel mithelfen zu können. Das hat mir echt viel Spaß gemacht. Doch trotz des Zeitausgleichs war meine Woche noch nicht um. Am Sonntag betreute ich mit einem Kollegen unseren Infostand in Höltigbaum, einem Naturschutzgebiet von Hamburg. Dabei standen vor allem Kinderaktionen im Vordergrund. Das Basteln der Saatgut-Päckchen hat auch mir sehr gefallen.

Bis zum nächsten Mal!

Onboarding und Infostände

Moin!

In dieser Woche hat unser Onboarding angefangen. Um Onboarding kurz zu erklären: wir bekommen von unseren Kolleg*innen einen Vortrag darüber, was sie in ihrer Abteilung machen oder wie und wozu wir die bestimmten Computer Tools nutzen können. Wir hatten also die ganze Woche über mal mehr und mal weniger Vorträge, aber wir haben auch viel anderes erlebt.

Am Dienstag brachten wir am Vormittag bis Mittag die restlichen Kartons und Styropor zum Wertstoffhof. Es waren so viele, dass wir mehrfach fahren mussten und die Menschen vom Wertstoffhof uns schon wiedererkannt haben. Danach war ich am Abend bei meinen ersten Infostand. Dieser stand bei den Eckernförder Gesprächen, wobei ich auch das Thema der Gespräche sehr interessant fand: Lichtverschmutzung.

Mittwoch haben wir dann unter anderem den Schmetterlingsflieder aus unserem Stiftungsgarten ausgegraben, da er eigentlich eine invasive Art ist, die unser heimisches Ökosystem beschädigen kann. Es war nicht leicht die Pflanze, inklusive Wurzeln, herauszubekommen, sie hat nämlich schon tiefe und dicke Wurzeln entwickelt. Dennoch haben wir sie am Ende hoffentlich ganz ausgegraben.

Der Donnerstag war von Vorträgen und Büroarbeit geprägt. Aber wir haben auch unser Projekt die Garage der Stiftung aufzuräumen weiter vorangetrieben, indem wir den Nebenraum ausgemessen haben, sodass wir demnächst Regale bestellen können, in die wir übrige Flyer packen können.

Freitags war dann wieder ein voller und aufregender Tag. Zuerst hörten wir wieder Vorträgen zu und putzten den Anhänger, der es dringend nötig hatte. Dann haben wir, mithilfe der anderen neuen Azubis, einen weiteren Infostand für Molfsee Miteinander aufgebaut, den ich danach auch mitbetreute.

Am Sonntag hatten wir sogar noch einen Infostand beim Green Screen in Eckernförde. Dort waren wir mit zwei Ständen zur selben Zeit auf dem Green Market und vor der Stadthalle. Susanna und ich waren auf die beiden Stände aufgeteilt und haben mit zwei anderen Kolleginnen die Stände betreut. Wir hatten aber auch in der Mittagspause genug Zeit um uns selber nochmal den Market und Eckernförde anzugucken.

Damit sind wir jetzt schon 6 Wochen bei der Stiftung, was sich für mich überhaupt nicht so angefühlt hat. Wir haben schon viel erlebt und ich glaube wir werden noch viel mehr erleben.

Bis nächste Woche!

Pegel und Pflanzen

Hallo ihr Lieben,

kaum vom Seminar zurück, waren Henrik und ich in dieser Woche mal wieder auf den Stiftungsflächen unterwegs. Darüber haben wir uns beide sehr gefreut.

Zwar sind wir Montagvormittag noch im Büro gewesen, um Mails zu beantworten, Material von einem Infostand auszuladen, sowie mit einigen Kolleg*innen zu plaudern - doch schon am Nachmittag waren wir draußen im Stiftungsland. Zwischen Ahrensee und Westensee haben wir nämlich einen Einblick in die Arbeit der Stiftungswacht erlangt. Dabei lernten wir unter anderem den Neuntöter kennen und fanden unter einigen Buchen etwas Waldmeister.

Am Dienstag sind wir in der Stiftung geblieben und nutzten den Tag zum Erledigen einiger Aufgaben. So sind wir mal wieder zum Wertstoffhof gefahren. Plan war es, alle Verpackungen der neuen Monitore zu entsorgen, allerdings reichten dafür die Kapazitäten nicht. Wir warten also auf nächste Woche.

Endlich, am Mittwoch, waren wir wieder auf Pegelsuche. Im Großen Moor liefen wir zwischen Spinnennetzen und Stechmücken umher – fast konnten wir uns gar nicht am Ausblick erfreuen, so sehr wurden wir von den Mücken verfolgt. Kurz bevor wir mit den Pegeln fertig waren, musste Henrik noch ziemlich viel Wasser aus seinen Gummistiefeln gießen – eine der Pfützen war etwas tiefer gewesen als gedacht.

Sofort im Anschluss sind wir auch zum Dosenmoor gefahren. Statt wie unsere Vorgänger*innen 48 Pegel zu kontrollieren, müssen Henrik und ich nur 9 aufsuchen. Fast bin ich etwas traurig, denn das Dosenmoor ist wunderschön.

Am Donnerstag dann sind wir wieder draußen gewesen und haben Schlüsselblumen auf eine der Stiftungs-Weiden gepflanzt. Zu dritt, zusammen mit Christian, setzten wir 229 Pflänzchen in die Erde. In etwa 100 Jahren können wir wohl sehen, wie sie sich über die gesamte Fläche verteilt haben.

Am Freitag haben sich Henrik und meine Pläne unterschieden. Während Henrik sich um die Pegel im Kaltenhofer Moor kümmerte und dabei von einer Praktikantin und einem Freund unterstützt wurde, war ich über das Wochenende hinweg als Vertretung auf dem Sprecher*innen-Treffen der FÖJtis.

Ich bin gespannt, was nächste Woche auf uns wartet. Bis dann!

Einführungsseminar

Moin!

In der nun schon vierten Woche unseres Seminars, die Zeit vergeht wie im Flug, hatten wir unserem Einführungsseminar auf dem Koppelsberg, wo wir die gesamte Woche waren und auch übernachtet haben. Deshalb werde ich euch in diesem Blog etwas über unsere Zeit dort und unsere Erlebnisse erzählen.

Auf dem Seminar waren alle FÖJtis unseres Trägers anwesend, was auf eine stattliche Zahl von ca. 150 Menschen kommt, zusätzlich Teamer*innen und Ehemalige. Unsere Gruppe aber, die Lilas, hat sich nur auf 27 belaufen und mit unseren Teamer*innen hatten wir eine sehr gute Zeit, in der wir uns kennengelernt und an Workshops teilgenommen haben. Welche ich persönlich sehr interessant fand. Desweitern haben wir auch versucht Themen zu formulieren, die uns gerade beschäftigen. Mithilfe dieser Themen wollen wir dann die nächsten Seminare mit Unterstützung der Teamer*innen selbst gestalten.

Den Montag haben wir mit Ankommen und einem ersten Kennenlernen verbracht. Ebenso am Dienstag. Am Mittwoch und Donnerstagvormittag waren dann unsere Workshops, die wir schon vor dem Seminar gewählt haben.

Die Abende hatten wir entweder Freizeit, in der wir mit den anderen etwas machen oder uns ausruhen konnten. Und da der Koppelsberg direkt am Plöner See liegt, war es naheliegend, das wir schwimmen gegangen sind und ebenso zusammen am Lagerfeuer gesessen, gesungen oder einfach die Stimmung genossen haben. Etwas was ich persönlich auch noch gerne gemacht habe, war Sterne gucken, da es dort fast keine Lichtverschmutzung gab und die ersten Nächte sehr klar waren.

Aber es gab auch ein Abendprogramm, z.B. am Mittwochabend war der Markt der Möglichkeiten, wo es einige Stände mit Aktionen gab, bei denen wir mitmachen konnten. Am Donnerstagabend gab es außerdem noch einen sogenannten „Bunten Abend“, bei dem alle freiwillig vorstellen konnte, was sie in den Workshops gelernt oder gemacht haben. Das fand ich besonders schön, da wir alle in einer kleinen Kapelle gesessen haben und die Stimmung sehr gut war.

Jetzt sind wir wieder für und in der Stiftung unterwegs und haben die nächsten zwei Wochen viel vor. Wir freuen uns schon darauf.

Bis nächste Wochen!

Schlangen, Erste-Hilfe und Rosa Rugosa

Hallo ihr Lieben,

wie im Flug ist nun auch unsere dritte FÖJ-Woche vorbei. Bevor ich euch gleich erzähle wie die letzten Tage verliefen, stelle ich mich kurz vor.

Ich heiße Susanna, bin 19 Jahre alt und komme eigentlich aus der Nähe von Frankfurt am Main. Nach meinem Abitur bin ich jetzt vor knapp einem Monat für das FÖJ nach Kiel gezogen. Schon sehr früh hatte ich mich entschieden nach der Schule ein Jahr lang im Naturschutz tätig zu sein – bis jetzt ist das auf jeden Fall die richtige Entscheidung gewesen. In meiner Freizeit lese, häkle und wandere ich gerne. Außerdem bin ich auch oft mit meiner Kamera unterwegs, um Fotos (meist von der Natur) zu machen.

In den vergangenen Wochen hat mir der Außendienst am meisten Spaß gemacht. Deswegen habe ich mich am Montag umso mehr gefreut, dass Henrik und ich spontan bei einer (diesmal erfolgreichen) Schlangen-Kartierung im Hasenmoor dabei sein konnten. Neben vielen Blindschleichen und einigen Ringelnattern, haben wir sogar fünf Kreuzotter finden können. Teilweise haben sich die Schlangen ganz gut im Moor versteckt.

Am folgenden Tag haben wir zusammen mit anderen Kolleg*innen unsere Erste-Hilfe-Kenntnisse aufgefrischt. Jetzt fühlen wir uns auf jeden Fall sicherer.

Über die Tage hinweg, aber vor allem am Mittwoch, kümmerten Hernik und ich uns um die Garage. Wie Jule und Ronja vor uns, versuchen auch wir dort Ordnung zu schaffen. Bis jetzt funktioniert das sogar ganz gut. Wir haben einige Regale freigeräumt, Stühle repariert und einen Battle-Plan zum Aufräumen zurechtgelegt. Mal sehen was daraus wird.

Am Mittwochnachmittag war ich außerdem mit Christian unterwegs, um an einer Fläche den Elektrozaun mit Warnschildern zu bestücken. Immer wieder kamen wir dabei ins Gespräch mit verschiedenen Personen, die Interesse an dem Naturschutzprojekt fanden.

Zurück an der Stiftung, war der Tag noch nicht vorbei. Stattdessen war ein Teil des Teams im Laboe zum Stand-Up-Paddeln verabredet. Wir hatten also einen wunderschönen Abend am Meer.

Am Donnerstag konnten Henrik und ich noch eine Begehung am Sehlendorfer Binnensee begleiten. Ich fand es spannend, die Planung des dortigen Naturschutzprojektes mitzubekommen. Vor allem die Bekämpfung der invasiven Neophyten, wie der Rosa Rugosa, spielen dort eine große Rolle. Umso größer war die Freude über Pflanzen der roten Liste, die sich in einigen Teilen der Fläche angesiedelt haben.

Für den heutigen Freitag haben Henrik und ich nur noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen, wie zum Beispiel das Blog-Schreiben, bevor wir schon nächsten Montag auf unser Einführungsseminar auf dem Koppelsberg aufbrechen. Darauf sind wir beide schon gespannt.

Bis zum nächsten Mal!

Umzugshelfer und Zauneidechsen

Moin!

Für unsere zweite FÖJ Woche, stelle ich mich vor. Ich heiße Henrik, bin 18 Jahre alt und komme hier aus der Gegend, um genauer zu sein aus der Nähe von Gettorf. Ich habe dieses Jahr mein Abi gemacht und habe noch nicht wirklich ein Plan was ich einmal später machen möchte, deshalb, und weil meine große Schwester schon ein FSJ gemacht hat, habe ich mich dazu entschlossen ein FÖJ zu machen. Auf der Suche nach einer Stelle bin ich dann auf die Stiftung gestoßen und eins hat zum anderen geführt, was bis jetzt eine sehr gute Entscheidung war. In meiner Freizeit spiele ich gerne Tennis, Volleyball, Videospiele und tanze. Außerdem treffe ich mich gerne mit meinen Freunden.

Wir hatten leider die vergangene Woche etwas Leerlauf mit Aufgaben, da viele von unseren Kolleg*innen im Urlaub sind und wir deshalb noch nicht viel im Außendienst unterwegs waren. Dennoch haben wir diese Woche einiges gemacht.

Da in der Stiftung nächste Woche Mittwoch ein Büroumzug ansteht, haben wir diese Woche etwas den Job von Umzugshelfern übernommen. Am Montag haben wir zum Beispiel einen alten Schrank auf den Wertstoffhof gebracht nachdem wir ihn in unser Auto gepuzzelt haben.

Dienstags haben wir dann noch Akten in Kartons gepackt und diese dann beschriftet und gestapelt. Auch haben wir die stiftungseigenen Schlüsselanhänger aus 4000 Jahre-alter Moor-Eibe mit einem Ring und Kärtchen versehen (siehe Bild).

Der folgende Tag war zuerst relativ ähnlich, wir haben beispielsweise bei dem Infostand-Tresen der Stiftung kaputte Klettbänder repariert. Aber wir hatten später auch noch eine „Besprechung“, mit anderen FÖJtis aus der Umgebung, dort haben wir uns kennengelernt und gleich gut verstanden. Mit ihnen werden wir auch noch, später in unserem Jahr bei der Stiftung, wahrscheinlich gemeinsame Projekte machen.

Am Donnerstag gab es dann noch eine Fahrstunde von der Stiftung für den Umgang mit Automatikautos. Diese verlief gut und der Fahrlehrer war sehr nett und gesprächig.

Aber wir waren nicht nur in den Büros der Stiftung. Am Freitag durften wir mit zum Zauneidechsen aussetzen kommen. Das war sehr toll, da wir die Echsen auch mal selbst auf die Hand nehmen und freilassen durften. Danach sind wir noch ins Moor und haben versucht Schlangen zu finden, leider hatten wir kein Glück.

Bis nächste Woche!

Unsere erste Woche

Hallo und herzlich Willkommen,

wir sind die neuen FÖJler, Henrik und Susanna, und berichten euch nun wöchentlich was wir in der Stiftung erleben. In den nächsten zwei Wochen stellen wir uns in den Berichten jeweils noch weiter vor. Doch zunächst zu unserer allerersten Woche:

An unserem ersten Tag wurden wir von Lina durch die Stiftung geführt und konnten vor allem beim Begrüßungs-Brunch schon ganz viele Kolleg*innen kennenlernen. Beim Infostand-Workshop konnten wir in Zusammenarbeit einen Infostand gestalten und uns so auf kommende Veranstaltungen vorbereiten. Auf diese sind wir beide schon sehr gespannt.

Ab Mittwoch stapften wir dann mit den vorherigen FÖJlerinnen, Ronja und Jule, durch einige der Moore im Stiftungsland. Die beiden führten uns über die gesamte Woche gut in das kommende Jahr ein.

Gleich zu Beginn fuhren wir ins Königsmoor. Kurz stoppten wir, um uns mit Gummistiefeln und Regenhosen einzudecken. Das war auch sehr nötig, denn im Moor mussten wir uns sofort durch einige Hecken kämpfen, um unsere Messungen vorzunehmen. Etwas abenteuerlich war das schon. Zum Glück haben wir neben ein wenig Suchen und der Hilfe von Jule und Ronja alle Pegel gefunden. Gemessen haben wir nicht nur die Pegel, sondern auch die Höhe des Pegelrands und des Durchmessers der Röhren. Damit haben wir die Stammdaten aufgefrischt.

Begleitet wurden wir übrigens von Jutta und Lily, die mit dem GNSS, einem speziellen GPS-Gerät, ebenfalls Messungen vornahmen. Das etwas störrische Gerät hatte vor allem am Donnerstag in den Birkenwäldern am Dosenmoor Schwierigkeiten.

An diesem zweiten Tag waren wir im Dosenmoor schon etwas schneller unterwegs. Neben dem Pegelmessen konnten wir auch hier ganz viele schöne Pflanzen und Tiere entdecken. Seien es die Rehe, die im Hintergrund vorbei huschten, oder der Sonnentau, der an den Moorrändern wächst. Ebenso haben uns die Pferde auf der nahegelegenen Weide gefallen. Sofort kamen sie zu uns, um sich streicheln zu lassen.

Am Freitag waren wir nach einigen Messungen im Kaltenhofer Moor an der Ostsee. Natürlich haben wir die Gelegenheit genutzt kurz ins Meer zu springen oder wenigstens die Füße ins Wasser zustecken. Zum Schluss schauten wir noch bei einem Trekkingplatz vorbei, um zu schauen, ob dort alles passt. Einige Bäume waren umgesägt, natürlich haben wir das gut dokumentiert.

Zurück in der Stiftung wurden wir noch kurz in das Eintragen der Messdaten und das Schreiben des Blogs eingeführt. Viel zu schnell ging die Woche um und schon mussten wir uns von Jule und Ronja verabschieden.

Wir bleiben gespannt auf die folgenden Wochen und freuen uns, euch davon zu erzählen. Bis zum nächsten Mal!

Sprechi-Treffen und Imkerseminar

Hallo Menschen,

am Wochenende waren wir wieder unterwegs und diesmal ging es zur Landesdelegiertenkonferenz des FÖJs. Eigentlich sagen wir immer Sprechi-Treffen, aber Landesdelegiertenkonferenz hört sich einfach eindrucksvoller an. Unsere letzte LDK fand auf dem Ringstedtenhof in Lübeck statt. Dort trafen wir uns mit den Sprechern von den anderen Seminargruppen und reflektierten über unser Jahr. Es war ein sehr schönes Treffen, da ich so nochmal Menschen aus anderen Seminargruppen näher kennenlernen und verabschieden konnte.

Am Montag war dann mal wieder das JKK (Jakobs-Kreuzkraut) an der Reihe. Auf einer Fläche bei Sprenge rupften Ronja und ich unter den neugierigen Blicken von einer Rinderherde einiges aus dem Boden. Die Umgebung an sich war sehr schön, aber irgendwie wollte das Wetter nicht so recht mitspielen und schickte uns einen Schauer nach dem nächsten. In den Pausen kamen wir aber ganz gut voran und als wir fertig waren, ging es mit einem kleinen Stopp in der Stiftung zu einem Imker-Seminar. Mit befreundeten FÖJlerinnen konnten wir uns einen Bienenstock angucken und lernten viel über den Aufbau und das Verhalten von Honigbienen. Außerdem konnten wir ganz frischen Honig und auch verschiedene Sorten probieren, wobei mir der Wald- und Blütenhonig am besten geschmeckt hat.

Am nächsten Tag ging es dann ins zum letzten Mal für uns ins Große Moor bei Dätgen. Allerdings waren wir nicht alleine unterwegs, denn Grit, die 4 Jahre vor uns ihr FÖJ bei der Stiftung gemacht hatte, begleitete uns. Auch am Dienstag meinte das Wetter es nicht ganz so gut mit uns und wir wurden im Moor erstmal mit einer halben Stunde Dauerregen begrüßt. Danach wurde es aber etwas besser und mit der Regenhose schon fast zu warm. Nach den Pegeln ging es dann noch zu den Treckingplätzen Olendieksau und Eidertal, die wir auch mit kontrollieren.

Das war´s auch schon für diese Woche, denn ab Mittwoch sind Ronja und ich beide nochmal im Urlaub und Zeitausgleich. Nächste Woche ist dann unsere letzte Woche als FÖJlerinnen bei der Stiftung und auch wenn ich schon etwas traurig bin, freue ich mich sehr auf die letzten Tage.

Genießt den Sommerregen!

Jule