Weidetiere im Stiftungsland bitte nicht füttern

Egal ob Galloway, Highlands oder Wildpferde finden auf unseren Flächen genug Futter, auch bei Schnee und Frost! Zudem haben unsere Pächter*innen sie derzeit besonders gut im Blick.


Die Weidetiere haben sich den Sommer über auf den Stiftungswiesen Fettreserven angefressen, um den Winter trotz erheblicher Gewichtsverluste gut zu überstehen. Dirk Andresen, Stiftungspächter und Geschäftsführer von Weidelandschaften e.V., erklärt, dass Rinder in diesen kalten Tagen problemlos 100 bis 125 Kilogramm – das sind rund 25 Prozent ihres Körpergewichts – verlieren können. Im Gegensatz dazu halten Wildpferde ihr Gewicht konstant und nutzen ihre scharfen Hufen, um energiereiche Wurzeln zu erreichen.

In frostigen Zeiten suchen Rinder nach Nahrung durch Wühlen im Schnee oder Knabbern an Büschen und Bäumen. Bei Bedarf wird zugefüttert, betont Gerd Kämmer, Stiftungspächter und Geschäftsführer von Bunde Wischen eG. Trinkwasser finden die Vierbeiner an frostsicheren Tränken, an Bächen und Flüssen. „Interessanterweise beobachten wir aber auch immer wieder, dass Pferde und Rinder den Schnee mit Vergnügen lutschen, und das obwohl die Bäche noch gar nicht zugefroren sind.“

Gefährlich wird es für die Huftiere, wenn besorgte Passanten den Tieren ungewohntes Futter wie Grünschnitt oder Brotreste anbieten. Kämmer warnt vor Verdauungsproblemen, besonders bei Heckenschnitt wie Kirschlorbeer, Lebensbaum oder Eibe, der für Pferde und Rinder gleichermaßen hochgiftig ist. Auch Karotte und rote Bete, wie auf dem zweiten Foto diese Woche gefunden, gehören nicht zum gewohnten Futter der vierbeinigen Flächenpfleger.

Wer unsere Ganzjahres-Weidebewohner besser kennenlernen will, kann mit uns auf die Wilden Weiden bei den Winterwanderungen kommen! Alle Infos zu den Terminen und die Anmeldung gibt's hier.